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Lavoisier und Laplace fanden, dafs beim Verbrennen von einem Pfun-de Wasserstoffgas mit fünf Pfunden 10 Unzen 5 Quentchen 24 Gran Sauerstoff-gas so viel Wärme frei wurde, dafs diese 300 Pfund Eis auf dem 0° schmelzen konnte,{Fourcrofs Systeme des connaissanc. chim. T. I. S. .174.)
In der Encycloped. nuthod. — Chim. T. II. S. 739 wird die Menge deshei ihren Versuchen geschmolzenen Eises auf 295.58950 Pfund bestimmt.
Als Scheele brennbare Lull durch eine Röhre, an deren Mündung erdie Luft angezündet hatte, in einem mit Pcucrluli gefüllten und durch Wassergesperrten Kolben streichen liefs, so stieg das Wasser immer allmälig in demKolben und die Flamme verlöschte , als sieben Achtel des Kolbens mit Wassergefüllt waren. {Scheele’ s pliys. u. ehern. Werke, Ausgabe von HervibstädtB. I. S. 112.) 1)
Im Jahre 1777 verpufften Buquet und Lovoisier eine Mischung aus Sau-erstoffgas und Wasserstoffgas, und untersuchten das Product, über dessen Be-schaffenheit sie in Voraus mehrere Vermuthungen gemacht hatten. Bucqueterwartete dafs dasselbe kohlensaures Gas sein würde; Lavoisier hingegenverinuthete, dafs sie Schwefelsäure oder schweflichte Säure erhalten würden.Was das Product sei, blieb ununtersucht; allein sie überzeugten sich, dafs eskeine Kohlensäure mithin Buquet’s Hypothese ohne Grund sei. ( Mem. Par.1781 p. 476.) Zu Anfänge des Jahrs 1781 entzündete Warltire auf BitteBriestle g s in einem kupfernen Gefässe eine Mischung aus beiden Gasarten,und fand nachher das Gewicht des Ganzen verringert. Priestley hatte vorherin Gegenwart von Warltire denselben Versuch in einem gläsernen Gefässeangeslcllt. Dies Gefäfs wurde auf der inwendigen Seile feucht und überzog sichmit einer rufsigen Substanz, von der Priestley in der Folge verinuthete, dafssie von dem Quecksilber dessen er sich zur Füllung des Gefässes bedient hatte jherrühre. (Philosoph. Transact LXXIV, 332.)
1) Seine Methode war folgende : In ein zwei Unzen Wasser fassendes Glas brachte erdrei Theelöffel voll Fisenfeilspähne, gofs eine Unze Wasser darauf, und mischtenach und nach 1/2 Unze Vitriolöhl dazu, ^tls der durch die heftige Erhitzung ent-standene Schaum sich etwas gelegt hatte, steckte er einen genau schliefsenden KorkStöpsel ins Glas , der von einer gläsernen Röhre durchbohrt war. Dies Glas stellteer in ein Gefäfs mit heissem Wasser , entzündete die brennbare Duft durch ein bren-nendes der Oefftiung der Röhre genähertes Licht, und stürzte nun einen mit Feuer-luft gefüllten Kolben, der 20 Unzen Wasser fassen konnte, so darüber , dafs diekleine Flamme mitten im Kolben war. Hätte er statt Wasser Quecksilber zum Sper-ren angewandt, so hätte er bei diesem Her suche das Erscheinen des Wassers bemer-ken müfsen; und wäre vermuthlich der erste Veranlasser der Hypothese über dieBestandtheile des Wassers von Lavoisier geworden.