Band 
Erster Band.
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Im Winter von 1781 bis 1782 machte Lavoisier mit Gingembre'sIlixjXfcVersuche über diesen Gegenstand. Sie füllten eine Flasche von 6 französische»Pinten mit entzündlicher Luft, gossen zwei Unzen Kalkwasser hinein, und zün-deten die Luft an, verstopften die Flasche dann sogleich durch einen eine obenspitze Röhre von Kupfer durchlassenden Kork, und brachten die Kupferröhredurch eine andere biegsame Röhre mit einem von Lebensluft vollen Behälter inVerbindung. Der Kork unterbrach die Communication der atmosphärischen Luftmit der brennbaren, und die Oberfläche der brennbaren hörte auf zu brennen,aber es entstand am Ende der kupfernen Röhre innerhalb der Bouteille einschöner Strahl von lebhafter Flamme, so dafs es schien als wenn die Lebensluftin der brennbaren brennete. Sie setzten diesen Versuch lange fort, wobei siedas Kalkwasser schüttelten und in der Bouteille umherleiteten, ohne dafs diegeringste Präcipitation entstand. Zuletzt entstand eine kleine Detonation, dieselöschte die Flamme aus, und endigte den Versuch. Sie wiederholten den Ver-such zweimal, gebrauchten aberstatt Kalkwasser bei dein einen destillirtes Was-ser, bei dem andern schwache Laugensalzauflöfsung • das Wasser war nach demVerbrennen so rein, wie vorher, und gab keine Spuren von Säure, auch diealkalische Flüssigkeit war völlig noch eben so, als vorher. Um die Versuche ge-nauer und mehr im Grofsen anstellen zu können, liefs er nun noch einen Luft-behälter machen und aus dem einen die Lebensluft ströhmen; auch nahm erstatt einer kupfernen Röhre zwei, um beide I uftarten zu leiten. Hähne, die aneinem jeden angebracht waren, verschafften die Bequemlichkeit, so viel Luft als manwollte hineinzulassen. Die beiden Röhren oder vielmehr die doppelte Röhre, denn eswar nur eine mit zweien Armen, wurde an die obere Oeffnung der Glocke ein-geschmirgelt, in der der Versuch gemacht werden sollte. Man machte dieseseben so, als wenn man einen gläsernen Stöpsel in einem Fläschchen befestigenwill. Den 24ten Jun. 1783 stellten nun Lavoisier und de la Place den Versuchin Gegenwart der Herren le Roi de V andermonde , verschiedener Mitglie-der der französischen Akademie und Herrn Blagden 1) an. Sie fiengen da-mit an, durch kleine Proben zu bestimmen, wie weit die Hähne geöffnet werdenmüfsten, um die Luftarten im besten Verhältnisse herauszulassen. Sie erhieltendies leicht dadurch , dafs sie auf die Farbe und Glanz der Flamme Acht hatten,die am Ende der Röhre entstandj denn im gehörigen Verhältnisse, wurde dieFlamme am hellsten und schönsten. Als sie diesen ersten Punkt berichtigt hat-ten, brachten sie die Röhre in die obere Oeffnung der Glocke, die über Oueck-

i) Dieser sagte ihnen scJian vor dem Anfänge der J^ersuche, Cavendisch habein Lon-don brennbare Luft mit Lebensluft in verschlossenen Oefässen verbrannt und eine bi.trachtUche Menge Wasser erhalten .

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