Band 
Erster Band.
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W A 'S S E K UND W X R U E.

durch eine Wassersäule von 3,4 Fufs dargestellt werden kann, blieb der Dampf-strahl kaum einen Zoll über der Mündung der Röhre beisammen, und undurch-sichtig; von hieran verwandelte er sich in einen sichtbaren Nebel, welcher ineiner Höhe von einem Fufs alle Bewegung verlohnen hatte, und in der Luft ver-schwand. In dem vierten Versuche wo die bewegende Kraft durch eine Was-sersäule von43,2 Fufs dargestellt wird, betrug die Höhe des unsichtbaren Dampf-strahles 6 — 8 Zoll, die Höhe des sichtbaren Nebels 4 — 5 Fufs. — Watthat nach de Luc (in s. neuen Ideen über die Meteorologie 1. Th. S. 174 f. )die latente Hitze des Wasserdampfs bei der Siedhitze zu bestimmen gesucht,indem er die Dämpfe des kochenden Wassers aus einem verschlossenen Dampf-kessel durch eine Röhre in ein mit kaltem Wasser angefülltes Gefäfs streichenliefs, und die Temperaturerhöhung bemerkte, welche der übergegangene Dampfin einer bestimmten xVIenge Wasser heivorbrachte. Watt fand als Mittel ausmehreren Versuchen, dafs , wenn die latente Hitze des siedend heifsen Wasser-dampfs plötzlich frei werde, oder der Dampf sich in Wasser verwandele, ereine Temperaturerhöhung von 313° Fahr. 41<L° Reaum. hervorbringen würde.Schmidt wählte zur Zersetzung des Wasserdampfs und zur Bestimmung derdadurch frei werdenden Wärme statt des Wassers das Eis. Denn erstens wer-den die Wasserdämpfe durch das Eis viel schneller zersetzt, als durch Was-ser , besonders wenn seine Temperatur schon beträchtlich erhöhet ist, und eszerstreut weniger Wärme in die umgebenden Körper. Ucberdies hifst sieh dieQuantität der aus dem zersetzten Dampfe frei werdenden Wärme durch dieQuantität des geschmolzenen Eises viel genauer, als durch die Temperaturer-höhung des Wassers messen, weil diese Flüssigkeit ungleiche Acnderungen inder Temperatur bei gleichen Zunahmen der Wärme zeigt. Er bediente sich da-zu des Fig. 2. abgcbildcten Apparats , in dem er statt des Quecksilbergefässesdd mit der Barometerröhre eine mit doppelten Hälsen versehene Glaskugel aufdie Röhre c brachte. Die beiden Hälse der Kugel wurden mit Korkstöpsel ver-schlossen , der untere war durchbohrt und diente die Röhre c des EapinianischcnTopfes aufzunehmen; der obere, um die Kugel mit gröblich zerstofsenem Eise,dessen Gewicht genau bestimmt wurde, zu füllen. Er brachte die Kugel mitdem Eise zuerst in dem Augenblicke auf den Topf, da dieser schon hinlänglicherhitzt, und von Luft gereinigt war. Hierauf öffnete er augenblicklich den Hah-nen und liefs den Dampf bei einem bestimmten Grade des Thermometers im Top-fe, das er wahrend des Versuchs beobachtete, in die mit Eis gefüllte Kugelüberströmen; dabei erhielt er den Apparat durch gelindes Klopfen in sieter Be-wegung. Sobald alles Eis geschmolzen war wog er die Menge des erhaltenenW assers , und bestimmte dadurch die Menge des übergegangenen Dampfes.Um die von den Kohlen unter dem Topfe herkoimnende freie Wärme abzuhal-