Band 
Erster Band.
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W A S S H K UND W Ä R M S .

wenig bessere Luft. Er wiederholte darauf denselben Versuch, doch mit derAbänderung;, dafs er den Pfeifenstiel in eine irdene Röhre steckte, und danndas Wasser in der Röhre kochen liefs ; auf diese Art erhielt er eine Luft, dienicht viel schlechter als die atmosphärische, und eben so gut war als die,welche er gewöhnlich vermittelst einer irdenen Retorte erhalten halte. Er machtehiebei die Beobachtung, dafs der Versuch nicht gelang, wenn die äufscre Seitedes Gefäfses, worin sich das Wasser oder der Dunst befand, und durch welchesderselbe hindurchdrang, wenn es der erforderlichen Hitze ausgesetzt wurde,nicht trocken oder vielleicht mit guter Luft umgeben war. (Priestley s Ver-suche und Beobacht. B. III, S. 37.)

Jtchard that in eine steinerne j Quart haltende Flasche \ Quart Wasser;an ihrem Halse befestigte er durch einen messingenen Zirkel und einen Kittaus an der Luft gelöschtem Kalke und Eiweifs eine thönerne Pfeifenrohre, anderen andertn Ende eine Glasröhre, die wie ein S gekrümmt war, sich befand.Diese Röhre ging in ein mit Wasser gefülltes Gefäfs und ein gleichfalls davonvolles Glas. Nachdem diese Vorrichtung gemacht war, umgab er die thönerneRöhre mit glühenden Kohlen, und wie sie roth war, erhitzte er die Retorte,bis das Wasser siedete. Beides erhielt er so, bis alles Wasser in Dünste ver-wandelt war. Zuerst erhielt er so viele gemeine Luft als noch in der Retortewar, und das Wasser etwa enthalten konnte, ncmlich ein halbes Quartier. Ernahm nun die Flasche weg und legte eine andere vor. Ohngeachtet die Retorteetwas geschmolzen war, und Wasserdämpfe durcldiefs, erhielt er 2\ QuartierLuft , welche nicht mehr in den leeren Retorten oder in dem "Wasser gewesenseyn konnte. Das zuerst erhaltene halbe Quartier war nicht entzündlich ; einLicht brannte darin nicht; sie trübte und schlug das Kalkwasser nieder; ein"Vogel starb darin in einer Minute; mit Salpeterluft verminderte sie sich um 72.Er wiederholte dieselben Versuche mit der später erhaltenen Luft, die Resultatewaren dieselben, nur verminderte sic sich um 93. Da er den Versuch dahinabänderte, dafs er die steinerne Retorte allmählig, bis das Wasser kochte, er-hitzte, die thönerne Röhre aber gar nicht envärmtc, so erhielt er von f Quart.Brunnenwasser, das in einer ein halb Quart, haltenden Retorte erhitzt wurde,-.4 Quart. Luft, die etwa in der leeren Retorte der Röhre und dem Wasser ent-halten seyn mochten. Jetzt blieb noch ein Theil Wasser in der Retorte: undoh er gleich das Feuer fortselzte, bis alles in Dämpfen fortgegangen war, soerluclt er dennoch keine Luit mehr, sondern blofs in luftförmigen Dampf ver-wandeltes Wasser, welches sich verdickte, indem es aus der Röhre in dasWasser des Gefäfses ging, worin es erkaltete. Die Anfangs erhaltene Luft warnicht entzündbar; ein Licht brannte, ein Vogel lebte darin sehr gut fort; mitSalpeterluft verminderte sie sich um 117 ; sie war also ganz der gemeinen Luft

ähnlich.