Band 
Erster Band.
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W ASSES. UND W JE R M E.

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-ähnlich. Er wiederholte den Versuch mit gereinigtem Wasser; die Vorrichtungblieb dieselbe. Die Retorte hielt t Quart. ; er that ~ Quart. durch eine Stundehindurch anhaltendes Kochen -von Luft ganz gereinigtes Wasser hinein. Ererwärmte die thöiierne Rohre nicht, und liefs das Wasser in der Retorte siedenund in Dämpfe übergehen. Er erhielt bald ; Ouart. Luft; wie aber das Wasseretwa eine Viertelstunde gekocht halte, ging keine Luft mehr über; sondern inDämpfe verwandeltes Wasser, welche sich durchs Erkalten verdichteten. Alsdes Kochens ohngcachtet keine Luft mehr überging, erwärmte er, ohne dieOperation zu stören. Jetzt nahmen die Dämpfe eine beständige elastische Ge-stalt an, obgleich nur noch wenig Wasser in der Retorte übrig gewesen war,als Cr die Röhre glühclc. Er erhielt ein Ouarticr Luft. Nun liefs er die Was-serdätnpfe durch eine gläserne Röhre streichen, die nicht erhitzt, war. Er erhieltkeine andere Luft, als die in den Gefäfsen enthaltene. Sie hatte dieselben Eigen-schaften als die gemeine Luft; ein Licht brannte sehr gut darin, u. s. w. Jetztnahm er, statt der gläsernen Röhre, allein eine thönerne, die er genau mit einergläsernen bedeckte. Er erliilzte beide Röhren, die beide in die Retorte gingenund alle Conmmnikation der äufsern Luft mit der der Gefäfse verhinderten, zumRothglülm , und erwärmte darauf die ein halb Ouarticr haltende Retorte , bisdas Wasser, das sie zur Hälfte füllte, siedete. Er erhielt ein Ouarticr Luft, dieer auf das Doppelte dessen, was Retorte und Wasser an Luft halten konnten,schätzte. Die erhaltene Luft trübte das Kalkwasser; ein Liebt brannte nichtdarin; ein Vogel starb darin in einer Minute. Mit Salpeterluft verminderte siesich um 74. ( Crelt’s Annalen 1785, B. I. S. 313.) 1)

Zu versuchen, ob das Wasser durch Hitze in Luft zu verwandeln sei,machte Lavoisicr folgenden Versuch: Er nahm eine Glasröhre von 8 bis12 Linien im Durchmesser von strengfliifsigem Glase , und liefs sie queer durcheinen Ofen gehn. An das obere Ende brachte' er den Hals einer gläsernen Re-torte, die eine bekannte Quantität destillirtes Wasser enthielt, und an das untereEnde eine Sehlangenrölirc,. die in die eine Mündung einer Flasche gieng, in de-ren anderer Oeffnung eine gekrümmte Glasröhre steckte, um die Luftarten in denschicklichen pneumatisch chemischen Apparat zu leiten. Er beSchlug die Glas-röhre mit einem Kitt aus Thon und gestofsenem Töpferzeuge , und unterstützte sieauch noch im Ofen , damit sic sich nicht biege durch eine eiserne Oueerslauge, (dieFigur verkittete er gehörig.) Er brachte hierauf die Glasröhre in dem Ofen zumGlühn, ohne sie zu schmelzen, mul erhitzte zu gleicher Zeit die Retorte so,

1) J)afs Wasserdämpfe , durch eine glühende Tabaksp feife getrieben , Stickluft geben,entdeckte Priestley im Jahre 1782 zuerst, Acliard machtu seine Versuche 1784.

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MEYERS SYST. DARSTELLUNG I. BAND.