Band 
Erster Band.
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VV A t, S K R ü N D vV R R M E,

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dafs das'XV'asser stets'im Kochen erhalten wurde. Er erhielt zuerst die in derRetorte vorhanden gewesene atmosphärische Luft, hernach Wassergas, das sich inder Schlangenröhre wieder zu Tropfen verdichtete und in der Flasche sammelte .in welcher nach vollendeter Operation alles in der Retorte befindlich geweseneWasser ange.tr offen wurde, ohne dafs irgend eine Entwickelung von ■einem GasStatt gefunden hätte. (Lavoisier in Gr-en s Journal, TL II. S. 314.')

Göttling that etwas Wasser in eine kleine G'asrctorLc . k'ittete daran eitPfeifenrohr, und an das andere Ende desselben eine pneumatische Röhre. DasRohr legte er über einen Windofen, die gekrümmte Röhre aber leitete er in einGefäfs mit Wasser. Das Wasser in der Retorte erhitzte er bis zum Kochen,liefs die Wasserdämpfe durch das glühende Rohr hindurch gehn, und fieng diedabei entwickelte Luft in eine mit Wasser angcfüllte Glasbouleilte auf. In derherübergehenden Luit verlöschte ein flammender Holzspan augenblicklich , sietrübte das Kalkwasscr etwas. «Nachdem sie mit Kalkwasser gewaschen war,füllte G. ein 8 iJnzenglas damit an, und hieng in dasselbe ein Stück Phosphor,welcher darin leuchtete ( Göttling’s Beitrag zur Berichtigung der antiphlogi-stischen Theorie, B. I. S. 37.) Ueberdem versichert Göttling , (a. a. 0, S.172) dafs, wenn man Wasserdämpfe durch-ein glühendes Pfeifenrohr .gehenlasse, reine Lichtstofflufl (Stickluft) erhalten werde.

Als Schmidt in Giefsen die Dämpfe eines durch Kochen von seiner Luftgereinigten Wassers durch eine glühende mit Thon bestrichene Glasröhre strei-chen liefs , giengen sie sehr heftig über, zersetzten sich aber völlig bei derBerührung des im pneumatischen Apparate befindlichen Wassers, welches inkurzer Zeit davon sehr heifs wurde. (G rens neues Journal der Physik B. I.S. 317.)

Als Trommsdorf in Gegenwart der mathematischen Gesellschaft zu ErfurtWasserdämpfe durch glühende Röhren von starkem grünen Glase trieb, so be-merkte man, dafs der vierte Theil Wasser verschwand, und eine grofse Mengeverdorbener, Luft zum Forsch ein kam. 1) ( Tromm sdorff 'mGrens Journal,VII S. 243.)

Trommsdorff liefs sehr oft Wasserdünste durch glühende Pfeifenstielestreichen, und erhielt eine Luft, die allemal beinahe 0,1 Luftsäure enthielt-,das übrige war eine Gasart, welche weder zur Respiration, noch zum Ver-brennen tauglich war. ( Tromsdorff’s Journ. d. Pharmacie, B.II. St. 1. S. 173.)

1) Tro in sdorff bemerkt hiebei , roie schlecht sich dieses mit den vbn L ;i v o i s i e r erhaltenen Resultaten reime.Darin hat er Recht - Er glaubt aber hieraus folgern zu können , dafs dieser grofse Mann viele Resultate aus vor*geblichen Versuchen nur am SihretbePuIt erhalten haben möge; rote sollte rvohl der Scblujs der menten Thjsikerhier lauten ? ? ? ——