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Erster Band.
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Wasser und Galvanismus.

Auflösung in Salpetersäure als Silbermilch niederschlage. ( Grell’s Annalen,1803. ß. I. S. 10S.)

Als Pacchiani vermittelst Golckkähte die Voltaische Säule auf Wasserwirken li'cfs, bemerkte er, dafs,-wenn das Wasser nur noch die Hälfte desvorigen Raums in dem Recipienten einnalnn, die rückständige Fliifsigkeit fol-gende Eigenschaften zeigte: Ihre Farbe war, je nachdem mehr oder wenigervon dem angewandten Wasser übrig blieb, mehr oder weniger citrongelb, undhatte das Anselm einer wahren Goldauflösung. Aus der untern Oeffimng desmit einem Stück Taflet, und darüber mit doppelter Blase verschlossenen Ge-fäfses, trat ein Geruch heraus, den man sogleich für den der oxydirten Salz-säure erkannte. Der Golddraht hatte zum Theil seinen Glanz * verloren, undseine Oberfläche war angegriffen. Das Stückchen Scidenzeug, welches mit derFliifsigkeit in Berührung war, konnte nach der Einwirkung derselben leichtzerfasert werden, wie ähnliche halbvcrbrannte Körper. Ein Tropfen von dieserFliifsigkeit auf die Haut gesetzt , färbte sie nach einigen Stunden schön rotli.Bei der weitern chemischen Prüfung dieser Fliifsigkeit, bei dem ihm der Che-miker der Universität Pisa, Herr Ioseph Braucht behülflich war, wurdeausgemittelt: 1) Dafs eine flüchtige Säure gegenwärtig sei, indem auf An-näherung von Ammonium weifse Nebel entstanden. 2) Dafs diese Säure oxi-dirte Salzsäure sei, denn das Salpetersäure Silber wurde dadurch käsicht nie-dergeschlagen und Hornsilber gebildet. 1) (Neues allgetn. Ioufnal der Chemie,B. V. 242.)

HutJi machte folgende Versuche über die Eiuwirkung des Galvanismus aufWasser.

Vorrichtung. Es wurde eine Säule von 100 Schichtungen gebaut, jedebestand aus einem neuen preussischen Viergroschenstücke, einer Zinkplatle undeiner mit schwachem Salzwasser getränkten Tuchseheibe. — Zugleich versah erzwei 21 Zoll lange und einen Zoll weite Glasröhren mit reinem Brunnenwasser,und steckte durch die Stöpsel glatte Messingdrähte, so, dafs sie 2 Zoll weit in

das

1) Aus diesem geht nacli Pacchiani unzweifelbar hervor, 1) dafs die Salzsäure einOxyd des Hydrogen , und derrlnach aus Wasserstoff und Sauerstoff zusainBiengcsetzt sei •2) dafs die oxydirte Salzsäure und in noch gröfsenn Verhiiltnifs die Salzsäure wenigerSauerstoff enthalten, als das Wasser; 3) dafs der Wasserstoff sehr vieler Grade derOxydation fähig sei. — Pacchiani scheint hier gar nichts davon gewufst zu haben,dafs im Vokaisclien Apparate die Bildung der Salzsäure schon längst, und von Simon,aufs unzweideutigste , bemerkt, von lelzterm aber auch , so wie noch überzeugender vonParrot und Buchholz erwiesen sei, dafs dieselbe im ausgekochten reinen uestillirtemWasser nie bemerkt werde.