W asseb und Galvanismus.
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das Wasser der Röhre hineinreichten. Auf dieselbe Art wurden noch 9 Glasröhrenvorgerichtet, deren jede 44 Zoll lang und \ßz Zoll weit war; die beiden 21 Zolllangen Röhren wurden horizontal auf einen Tisch gelegt, und mit den Kettender Säule verbunden, die eine mit der des Zinkendes, die andere mit der desSilberendes. Ihre zweiten Drähte wurden durch einen messingenen Zwischenhackenin leitende Verbindung gesetzt. Sogleich nach der Verbindung erfolgte lebhafteGaserzeugung in beiden Röhren, und zwar in der des Silberendes an dem Drahte,der unmittelbar an der Kette des Silberendes hing; und in der des Zinkendesan dem Drahte , der mit der Röhre des Silberendes communicirte. Eben sogleichwurden auch die beiden andern Drähte, (der, welcher in der zinkendigen Röhrean der Kette des Zinkendes hing, und der, welcher an der silberendigen Röhremit dem gasentwickelnden Drahte der Röhre des Zinkendes communicirte,)an den Spitzen, und sehr bald in ihrer ganzen Länge, soweit sie sich in demWasser befanden, schwarz. In jeder der Röhren waren die Spitzen der einge-steckten Drähte 16 Zoll weit von einander entfernt.
Versu cli 2. Die beiden vorigen 21 zölligen Röhren blieben an den Ketten■der Säule hängen , wurden aber mit den andern Enden von einander losgehakt,und an die Drähte einer zwischengelegten 44 zölligen Röhre eingehackt. — So-gleich nach der Verbindung dieser 3 Röhren erfolgte Gaserzeugung und Oxydi-rung in jeder Röhre, doch mit minderer Lebhaftigkeit.
Versuch 3. Es wurden noch zwei, zusammen also drei, 44 zöllige Röh-ren zwischen die 22 zölligen Endröhren gelegt, und zusammengehakt. — So-gleich nach Schliefsung dieser so zubereiteten Kette erfolgte in den neuen Zwi-schenröhren eine schwache Oxydirung, die aber bald nach und nach stärkerwurde. Auch sah pian an der zunehmenden Schwärze der bei den vorigen Ver-suchen schon oxydirten Drähte, in den dabei schon angewandten Röhren, diean ihnen wirksame Oxydirung, so wie denn auch in der Stelle aller oxydirtenDrähte das Kalkwölkehen sichtbar zunahm. Aber die bei den vorigen Versuchensichtbar strömende Gaserzeugung war nicht wahrzunehmen; indessen erschienenan den Drähten , wo sie erfolgen sollte, Gruppen kleiner Bläschen, und dieDrähte behielten ihren Glanz.
V ersuch 4. Es wurden nun noch sechs 44 zöllige Zwischenröhren ge-hörig eingehakt, so, dafs jetzt die Galvanische Verbindungskette aus 2 21 zöl-ligen Endröhren , und neun 44 zölligen Zwischenröhren bestand. — Gleich nachSchliefsung der Kette war in keiner der Röhren eine Galvanische Wirkungzu bemerken. Aber nach Verlauf einer halben Stunde zeigte sich an den einenDrähten der neuen Zwischenröhren der Anfang von Oxydirung, die dann sicht-bar nach und nach zunalun. Diese Oxydirung war in den den Enden näherliegenden Röhren stärker, als in den mittlern. In der mittelsten ward nur dieMEYERS SYST. DARSTELLUNG, I.lBAND. Mmm