Band 
Erster Band.
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einer Curve, welche Anfangs in einer beinahe gleichen Entfernung von den Ab-scissen bleibt, und hernach sich ihnen mit sehr großer Schnelligkeit nähert. —Scherers allg. Journ. der Chem. I, S. 265.)— Aus mehreren Vergleichungs-versuchen fand er als Mittel, dafs 2,55 Salpetcrgas dazu gehörten, um 1 00Sauer-stoffgas zu absorbiren. (Grilbert’s Annalen der Physik, 111, S. 89.) —■Chaptal , Girtanncr , Jacguin, Gren und Scheele bestätigen L a u o i-sier’s Wahrnehmung, dafs sich das zur Sättigung des Sauerstoffs erforderlicheVolumen des Salpetergas zu dem Volumen des Sauerstoffs verhalte, wie dasMittel zwischen 1,725 und 1,830 : 1. ( Humboldt’s chem. Analyse des Luft-kreises, S. J.'i — Ah May er m Erlangen in der nicht über drei Centimeter imDurchmesser betragenden Röhre des Eudiometers 300 Theile Salpetergas mit 100Theilen Sauerstoffgas vermischte, so erhielt er Rückstände von 123, 118 unu122 Theilen Salpetergas, Als Humboldt eben so viel in derselben Röhre ver-einigte, erhielt er auch 130, 132, 134 Rückstände; aber bei Wiederholung desVersuchs in einem Cylinder von 11 Centimetern im Durchmesser, waren dieRückstände nur 51 , 53, 49, 58, 61, 59, 52, 53, 62, 4.9, 51 Theile in 11 Versu-chen. Die Absorbtion in dem weiten Gefäfse war demnach von 68 bis zu 85Theilen stärker als in der Eudiometrischen Röhre. Das angewandte Salpeter-gas enthielt o,13, das Sauerstoffgas 0,06 Stickstoff. ( Scherer’s allg. Journ.III, S. 91 — 92; v. Humboldt’s Versuche über die ehern. Zerlegung des Luft-kreises, S. 5 — 6.) — Humboldt stellte solche verschiedene Versuche an, dieAbsorbtion des Sauerstoffgas durch's Salpetergas genau zu bestimmen, derenResultate in folgender Tabelle enthalten sind, lieber die dabei gebrauchtenWorte, „reelle und scheinbare Absorbtion“ erklärt er sich folgender Mafsen:„Es bezeichnen diese Worte eine Berichtigung, die Chemiker bis jetzt aufscrAcht gelassen haben. Wenn man nemlich 100 Theile Salpetergas zu 0,10 Stick-stoffgas und 100 Theile Sauerstoffgas mischt, so wird die Volums Verminderungvon 0,28 Statt finden. Allein diese Verminderung ist blofs scheinbar; da derRückstand um 0,10 Stickstoff vermehrt worden ist, so mufs man die Zahlhinzusetzen, um die durch das Salpetergas wirklich absorbirte Quantität Sauer-stoff zu bestimmen. Da die Absorbtion sehr schnell geschah, und die eudio-metrische Röhre fast gar nicht geschüttelt worden war, so erachtete er es fürunnöthig, die Luft in Anschlag zu bringen, die aus den Zwischenräumen desWassers, wodurch die Gasarten gesperrt waren, entbunden seyn könnte. DerWerth von m= dem Volumen des zur Sättigung eines Theils Sauerstoffs nöthi-gen Salpctergas; n = dem durch das Salpetergas absorbirten Sauerstoff.

V ersuche