Band 
Dritter Band
JPEG-Download
 

492

AfMUSPH4HSCHi Ltft UNI) W ASSI«.

Wirz’s Spiralpumpe.

g h bis in das unterste Gefäfs so weit herab , dafs sie fast den Boden des-. selben erreicht., ln dem Deckel des untern Gefäfses befindet sich eine an-dere Oeffnung i, und von derselben steigt eine Röhre i k in das oberste Ge-fäfs so weit hinauf, dafs sie beinahe den obersten Deckel desselben erreichet.Wenn nun in der obersten Schüssel a o aufser g noch eine andere Oeffnungm befindlich ist, so kann man durch diese Oeffnung vermittelst eines Trich-ters das oberste Gefäfs ab mit Wasser so hoch anfüllen, dafs es jedochdie Oeffnung k der Röhre ik nicht übersteigt. Ist dieses geschehen , sowird die Oeffnung m mit einem Kork wieder genau verschlossen. Hierauffüllt man die Schüssel ao mit Wasser, das durch die Röhre gli in das un-tere Gefäfs cd herabfällt, und , indem es in demselben steigt, einen Theilder darin befindlichen Luft durch die Röhre ik in den über dem Wasser inab befindlichen Raum hinauftreibt, also überall die eingeschlossene Luftverdichtet. Der Hahn bei e wird so lange verschlossen, oder in Ermange-lung des Hahns die Oeffnung e so lange mit dem Finger zugehalten, biskein Wasser mehr durch die Röhre gh herabfällt, und das übrige auf derSchüssel ao stehen bleibt, damit die Luft so stark verdichtet werde, alses der Druck des Wassers bewirken kann. Wird hierauf e geöffnet, sospringt das Wasser so lange ununterbrochen fort, bis das Gefäfs ab ausgc-leert ist. So wie nemlich das Wasser in a b sinkt, verstauet es der Luftsich in einem gröfsern Raum auszurbeiten, und dieses vermindert ihre Ela-stizität so , dafs ihr Druck gegen die Oberfläche p g des Wassers in c d ge-ringer wird, wodurch dem aus der Schüssel a o durch die Röhre g h her-abfallenden Wasser stets neuer Zugang verstauet wird. Der Raum alsodurchweichen die Luft ausgebreitet ist, verliert unten und gewinnt oben 5und die Luft bleibt so lange in einem zusammengeprefsten Zustande, bissie durch die Röhre ef herausgehen, und sich mit der äufsern Luft insGleichgewicht setzen kann.

Von dem Heronsbrunnen, welcher anfangs nur zur Belustigung diente,bat Joseph Carl H'öll im Jahre 1753 eine sehr sinnreiche Anwendunggemacht, Wasser aus Gruben zu fördern, wovon Poda (Kurzgefafste Be-schreibung der bei dem Bergbaue zu Schemnitz in Niederungarn errichte-ten Maschine; herausgegeben durch von Born Prag 177L) Delius(Anleitung zur Bergbaukunst, Wien 1773, 4. p. 389) und Meister (DeHeronis fonte educendis ex puteo aquis adhibito , s. de Hydraulico pnevma-tico Schemniziensi , in nov. eomrnent. Goetting. T. IV, 1773, p. 169) han-deln.