Band 
Dritter Band
JPEG-Download
 

532

Aimosphjdbichs Luit und W a s S e e.

Stofsheber.

6 vorgestellt. Damit sich die Sperrscbeiben A Fig. 5 und 6 mehr oderweniger senken konnten , war an den Axen B derselben ein Röhrchen Cangebracht, nach dessen verschiedener Länge der Hub der Sperrscheibenvergröfsert oder verkleinert werden konnte. Dergleichen Röhrchen hatteman zu den Versuchen mehrere von verschiedener Länge. Ausser denSperrventilen mit Scheiben war auch ein messingenes Klappventil Fig. 7vorhanden, welches ebenfalls auf das Sperrbehältnifs Fig. 1 aulgeschraubtwerden konnte. Weil man aber dieses. Ventil auch noch unter solchen Um-ständen gebrauchen wollte, welche eine abwechselnde Lage der Sperrklappeerforderten, so war dasselbe so eingerichtet, dafs sich bei unveränderterStellung der Röhre A die Hülse B mit der Sperrklappe um die Axe desVentils drehen liefs. Damit aber auch mit dem Montgolfier’schcn Ven-til V ersuche angestellt werden könnten, so wurde ein Sperrbehältnifs Fig.8 und 9 genau nach den Abmessungen des Pariser Models verfertigt, umdarauf das Scheibenventil Fig. 3 aufzuschrauben. Bei A konnte diesesSperrbehältnifs mit dem Steigventile und dem Windkessel, und bei B mitdem Leitrohre verbunden werden.

Die Zusammensetzung desgrofsen Stofshebers wie dieser bei den Versuchengebraucht wurde, läßt sich aus Fig. 1 Taf. XXVII abnehmen. Die kupferneLeitröhre A A , welche, so wie die Steigrohre B nach den Umständen verkürztoder verlängert werden konnte, hatte da, wo sie mit dem I) r u c k b c h äl t e r Cverbunden war, einen Hahn D, um bei vorzunehmenden Abänderungenan der Maschine das Wasser des Druckbehälters von dem Wasser derLeitröhre abzuschneiden.

Bei den Versuchen war es besonders wichtig, das Wasser im Druckbe-hälter C auf einerlei Höhe zu erhalten, der Abflufs mogte schnell oderlangsam erfolgen. Hätte man den Stofsheber mit einem See oder grofsenTeich in Verbindung setzen können , so waren die noch zu beschreibendenAnstalten nicht erforderlich, weil aber zu den Versuchen diese Vorrichtungnicht anwendbar war , so mufste ein Gefäfs E als Vorrathsbehälter aufeinem besondern Gerüste über dem eilf Fufs hohen Druckbehälter ange-bracht werden, um aus dem Vorrathsbehälter, aus welchem das verlorneWasser durch ein Druckwerk ersetzt werden konnte, den Abgang desWassers im Druckbehälter zu ergänzen. Um zu bewirken, dafs der Was-serspiegel im Druckbehälter unverändert auf einerlei Höhe stehen blieb,dafs aus dem Vorrathsbehälter nur eben so viel Wasser zuflofs, als durchdie Leitröhre abgcüossen war, bediente man sich eines zu diesem Zweck