Band 
Erster Theil.
JPEG-Download
 

4» Zweyter Brief. Grrnsthorpe.

gut, wie der vorige, ist. Die Pachtungen stnd vonvierzig bis achtzig Pfund Sterlinge des Jahres. Indie Brache säet man Weizen, und im folgendenJahre Erbsen, Bohnen oder Linsen. Man säet,wenn das Feld zuvor fünf bis sechsmal geackert wor-den, vier bis sechs Scheffel, nachdem der Ackerschmal oder breit ist. Ihre Acker betragen zwar fastnoch mehr, als ein und ein halber gemeiner Acker, aberdie Menge des Saamcns ist doch zu groß. Sieerndten dem ungeachtet im Durchschnitte nicht mehrals zwanzig Scheffel. Fünf bis sechs Scheffel Gerstegeben nur sechzehn Scheffel Ausdrusch, und dreyScheffel Haber nach einmaligem Pflügen zwölf bissechzehn Scheffel.

Hieraus erhellet, daß die Schuld zugleich mitam Boden liegen muß; die Saat stund durchgängigin diesem sonst fruchtbaren Jahre dürftig. Siebauen nicht viel Bohnen, und wissen weder etwasvom Auflockern des Erdreiches mit der Hacke, nochdas Unkraut durch die Schaafe abhüten zu lassen,welche schlechte Gewohnheit ich bereits mehrmals be-rührt habe. Den Klee säen sie im Frühjahre überdie nmge Weizensaat, lassen ihn, wenn er gut auf-geht, ein Jahr liegen, und mähen ihn zweymal zuHeu. Der zweyte Klee wird wider die gemeine Re-gel für besseres Heu gehalten, als der erste. Sie ge-ben zur Ursache an, weil unter dem ersten Klee zuviel Unkraut wächst, dieß rührt aber von der schlech-ten Bestellung her. Um Michael reißen sie das Klee-feld um, und einige säen alsdenn Weizen hinein,wodurch das Land zu sehr ausgesogen wird. DerDünger wird nicht mit Erde vermischt, sonderngleich auf die Brache zur Weizcnsaat gefahren. Siebepferchrn die Felder auch mit Schaafen, und rech-nen,