Zweyter Brief. Grinsthorpe. 4»
nen, daß tausend Schaff? einen und einen halbenAcker bcpferchen, ohne zweymal auf öiksslbe Stellezu kommen. Mit hundertund sechzig Schaafcn kannman, nach ihrer Meynung, den Sommer durch, zwan-zig Acker bepferchen. Sie pflügen mit vier Pfer-den hinter einander, zuweilen auch mit sechsen, undbringen täglich nicht mehr als einen Acker zuStande.
Der Park des Herzoges von Ancaster zu Grinst-horpe ist sehr weitläuftig; die Straße geht dreyEnglische Meilen durch denselben. Das Gebäudefällt prächtig in die Augen; es hat eine herrliche Lage,auf allen Seiten liegen kleine Lustwälder, welche sichmit Hügeln und Durchschnitten endigen, die auf dasHauptgebäude gerichtet sind. Vor dem Hause be-findet sich ein großes Master, welches mit einem stei-nernen Damme in gutem Geschmacke eingefaßt ist.Es schwimmen ein paar artige Jagden darauf. Die-ser Teich hat eine ansehnliche Länge und Breite, esfehlen ihm aber zwey Stücke zu seiner vollkommenenSchönheit. Er würde weit edler in die Augen fal-len, wenn das Ende hinter einem Hügel, oder ei-nem mit wenigeren Kosten anzulegenden Walde ver-borgen wäre, weil es etwas ängstliches ist, wenn manbeym ersten Anblicke gleich das Ende eines großenWaflerstückes absieht. Der andere Fehler ist, daßdas Wasser durch einen Damm unterbrochen wird;es sind eigentlich zwo Teiche, deren einer etwashöher liegt, als der andere, daher kann man keinewirkliche Brücke bauen, und muß den Damm stehenlassen. Man könnte aber etwas anlegen, das ohn-gefähr das Ansehen einer Brücke in der Entfernunghätte, und selbst diejenigen, welche darüber passiren,irre machte, dieß würde eine herrliche Wirkung thun.
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