n4 Vierter Brief. Stillingfleet.
den nassen Ackern. Ihr Kleybodcir, und auch ei-nige von den leichten Feldern, leiden erstaunlich durchdie Nässe, und sie wissen nicht wie sie es anfangensollen, um diese wegzubringen. Sie pflügen ihr,Acker- und Grasland zwar in hohe Beete, und diesscheint klug gehandelt, wenn man aber findet, daßsie nicht dafür sorgen, dem Wasser aus den Furcheneinen Abzug zu geben, so kann man leicht schließen,daß das Feld längst den Wasserfurchen ersaufen muß.Daher steht ihr Grasland voll Binsen und anderesUnkraut, das die Nässe liebet, das Wasser tritt ausden Furchen das halbe Stück hinan, und die Saatgehet verlohren. Dies zu verhindern, sollten siedas Feld ganz platt pflügen, und quer durchviele hohle Abzüge, wie oben angezeiget worden,machen. Alsdenn könnte das Grasland ganzflach seyn, und das Pflugland dürfte nur einen ge-ringen Mittelrücken haben. Sie klagen, daß derDünger ihren Feldern nur auf kurze Zeit hilft, diesist lediglich der Nässe zuzuschreiben, wodurch sich dasSalz, und die Kraft des Düngers verlieret, welchesnicht geschehen würde, wenn das Land durch Abzü-ge ausgetrocknet würde.
Ich darf es den Pachtern wohl nicht erst sagen,daß es eine nachläßige Wirthschafte anzeiget, wennman das Grasland voll Gesträuche und Maulwurfs-hügel findet. Sie wissen, daß reine Wiesen ein gros-ser Vortheil sind, haben aber entweder nicht die Lustoder Geld genug, sie in solchen Stand zu setzen»Die Hügel sollten abgestoßen werden. Nichts giebtfür alle Arten Landes besseren Dünger, als wennman solchen mit Kalk und Mist vermenget. Siemüssen erst ein Lager zwey Fuß hoch von diesen» Ab-raum »nachen, darauf eine Schicht Kalk von acht
Zollen