n6 Vierter Brief. Holderness.
Auf einer kleinen Reise von Risby nach Holder-ness, zog ich folgende Erkundigungen von dem Zu-stande der Feldwirthschaft auf diesem großen StrichLandes ein: Der Boden bestehet meistens aus Kleye,und wird zu zehrn bis fünf und zwanzig Schillingeverpachtet, die sumpfigen Acker aber nur zu sechs biszehrn Schillinge. Es giebt Pachtungen von zwan-zig bis zweyhundert Pfund Sterlinge, die mehre-ren sind aber ohngefehr von einhundert Pfund Ster-,lings. Im freyen Felde ist ein Jahr um das an-dere Brache, in eingezäunten aber alle vier Jahre,und in diese wird Klee gesäet. Das Weizenfeldwird vier bis fünfmal gepflügct, wenn Klee daraufgestanden aber nur einmal. Zwey Scheffel Aussaatgeben auf den Acker im Durchschnitt zwey und dreys-sig. Wenn Gerste nach der Brache gesäet wird,ackert man viermal, nach Rüben aber nur zwcymal,und gewinnet mit drey Scheffel Saamen vierzig.Man rechnet einen und einen halben bis zwey AckerGras, einen Ochsen von achtzig Steinen zu mästen.Den Kälbern giebt man in den ersten acht Tagenfrische Milch, und alsdann zwey Monate langSchlappermilch. Das Absitz und Gelkevieh nebstden Zugochsen wird auf die Hutu'ngen von Marsch-land getrieben. Seit einiger Zeit düngen die Pach-ter mit Kalk, und die nur sechs Meilen von Hüllwohnen, holen sich allerley Dünger aus der Stadt.
Das Austrocknen der nassen Felder, ist dasgrößte Hülfsmittel zur Verbesserung des Landes,dadurch erhöhet man die Nutzung eines Ackers aufzwölf bis fünf und dreyßig Schillinge, der sonst nursechs Pfennige bis fünf Schillinge wehrt war: DieHauptabzügc des Wassers, werden vermöge einerParlamentsakte gemacht, und dadurch wird das
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