Band 
Erster Theil.
JPEG-Download
 

Vierter Brief. Holverness "7

überflüßige Wasser bey Hüll in die See geleitet. Dadieses Wasser aber tiefer fließet, als die See bey derFluth, so hat man eine Schleuse, die auf dreytau-send Pfund Sterlinge kostet, angeleget. Sie beste-her aus zween großen Thüren, welche von dem ausden Kanälen dringenden Wasser aufgestosscn wer-den, sobald die See bey der Ebbe anfängt zu fallen,und sich durch den Druck der See wieder zuthun, so-bald die Fluth von neuem steigt. Dadurch wird dasLand für Ucberschwemmungen gesichert. Um dasWasser aus den kleinen Gräben der Einwohner indie großen Ableitungen zu bringen, hat man Wind-mühlen angelegt, die das Wasser aus jenen, ver-mittelst eines großen Rades, mahlen, und auf ver-schiedene Höhen hinauf treiben, bis es in die Haupt-kanäle fällt. Der Nutzen derselben ist sehr wichtig,und könnte in manchen Gegenden, wo man sie nichtkennte und wo man dem Wasser keinen Fall gebenkann, mit großemVortheil nachgeahmet werden. Ei-ne solche Mühle kostet, nachdem sie groß ist, vierzigbis vierhundert Pfund Sterlinge.

Ehe ich Risby verlasse, muß ich Ihnen, meinHerr, noch kürzlich anzeigen, was dieser Ort ein-mal seyn wird, wenn Herr Ellerkcr alle seine Pro-jekte ausgeführet, und es zu einem der angenehmstenLandsitze in der ganzen Gegend gemacht haben wird.Das Wohngebäude ist viereckigt, und hat drey frey-stehende Vorderseiten. Es steht auf einer Anhöhe,und hat auf drey Seiten eine Aussicht über einen un-gleichen mit alten Gehölzen versehenen Boden. Vorder Südseite liegt in einer Entfernung von zween bisdrcyhundert Ellen, ein sich krümmendes Thal, das mitDornen eingefaßt ist; gegen Norden ein großer Ra-senplatz, um den ringsumher neue Pflanzungen an-geleget sind; gegen Nordwcstcn in «i'niger Vertie-

H Z f«NZ,