n8 Vierter Brief. Holderneff.
fung, ein sehr schöner Park, der aus hohen Bäumen,Anhöhen und Thälern bestehet, aber vom Hause nichtgesehen werden kann. Airs der Oftseite stehen ver-schiedene Luftwäldgen von hochstämmigen Bäumen.
Die Absicht des Besitzers ist, die eingeschlossenenFelder zwischen dem Hause und dem Park eingehenzu lassen, und den letztem nicht nur mit dem Gartenzusammenzuhängen, und um das Wasser zu füh-ren, sondern auch den gedachten Rasenplatz nebst denneuenPstanzungen damit zu vereinigen. Das Thal vordem Hause auf der Südseite, soll unter Wasser ge-setzck werden, wodurch es das Ansehen eines schö-nen, natürlichen Sees bekommen wird, der sich aufbeyden Seiten in den Wald verlieret, eine und einehalbe Äeile lang, und an einigen Stellen einhundertEllen breit ist. Das Gesträuche, welches auf derOstfeitc von den hohen Lustwäldgen bis in das Thalhinab gehet, soll ausgerodet, und die alce Garten-wand cingerissen werden, daß man den See vomHause, unter den hochstämmigen Bäumen, durch-schimmern siehet, und einen sehr mahlerischen Pro-spekt vor sich hat.
Auf einer Seite des Wassers will er ein Luststückin einer etwas einsamen Vertiefung anlegen, und zudem Ende, hin und wieder Klumpen von altemDorn-gebüsche, und hohe Bäume stehen und den Rasenauf den Boden ganz kurz abschecren lassen. Hierwird man abermals eine große Abwechselung, undviele malerische Partien bekommen, bald wird dasWasser bey hohen Lustwäldgen vorbei) fließen, baldsich unter vielen überhängenden Gebüschen verlieren.An einer Stelle, wo man einen vorzüglichschönmProspekt von Holz, Wasser und Anhöhen habenwird, kommt ein Tempel zu stehen. Von dem