i4° Fünfter Brief. Wentworth«house.
scnplatze ein Haus, darinn die Herrschaft bey heißemWetter speiset; es hat einen Spciscsaal und einpaar artige Zimmer, nebst zubchörigen Küchen.Von hier führt der Weg zu dem Vogelhause, wel-ches artig und in Chinesischem Geschmacke angelegtist. Man trifft viele Kanarien- und andere Vogeldarinn an, die auf die Art durch den Winter ge-bracht werden, daß man die Hinterwände des Ge-bäudes heiß macht; die Vorderseite besteht aus ge-flochtenem Gatterwerke. An einem anderen Ortedes Waldes trifft man auf einem kleinen freyenPlatze einen achteckigen Tempel an, und von hierführt der Weg auf eine steinerne Brücke, die überein schmales mit dickem Buschwerke umgebenes Was-ser geschlagen ist.
Kommt man aus dem Gehölze, so stellen sichdem Auge auf einmal eine Menge neuer Prospektedar. Die Bäume sind nach verschiedenen Gegen-den gepflanzt, behalten aber ihr edeles Ansehen.Vor sich erblickt man über einen schönen StrichWaldes den Ionischen Tempel, der hier von denHanden der Grazien an einen Platz gestellt zu seynscheint, den der Geschmack selbst nicht besser dazuauswählen würde.
Der Weg führt abermals über den Hügel, undgeht schief hinunter zu dem achteckigen Tempel. Dießartige Gebäude liegt sehr reizend im Thale, und hatden Prospekt über das Wasser zwischen verschiedenenHaynen, und den Bäumen, womit die benachbar-ten Hügel besetzt sind. Nicht weit von demselbenwird eine prächtige Brücke gebauet, um einen neuenWeg zu einem Walde der schönsten Eichen in ganzEngland zu führen; eine derselben hat neunzehnFuß im Umfange. Von hier wird man an einen