Fünfter Brief. Wentwotth - houfe. i6;
Ich will jetzt noch einige Nachrichten von demZustande der Feldwirtschaft, in der Gegend vonWentworth mittheilen, wie ich solche theils von demMarquis von Rockingham selbst, theils von seinenPachtern eingezogen. Der Boden ist meistens vonzweyerley Art, entweder schweres und fettes, abernasses Kleyland, oder leimigter Kreideboden, derleicht genug zu Rüben, und auch stark genug zuWeizen ist; Letzterer ist nach meiner Erfah-rung der schönste Boden von allen. Die Rentevon einem Acker, ist im Durchschnitt acht Schillin-ge. Die Pachtungen sind nicht beträchtlich, undinsgemein zwischen zwanzig und sechzig Pfund. ImLeimboden folgen die Bestellungen also: ErstensRüben, zweitens Gerste, drittens Klee auf einJahr, viertens Weizen; im Kleylande hingegenerstens Brache, zweytens Weizen, drittens Boh-nen, viertens Weizen, oder auch, erstens Brache,zweytens Gerste, drittens Klee, viertens Weizen.
Nach der Brache wird das Weizenfeld vier bisfünfmal gepflügt; man säet neun und eine halbeMetze, und erndtet im Durchschnitt im Kleybodenvier und zwanzig, und im Leimboden dreyßig Schef-fel. Das Kleefeld wird aber zum Weizen nur ein-mal geackert. Zur Gerste wird das Brachfeld vier-mal geackert, haben aber Rüben darauf gestanden,pflügt man nur einmal, und säet die Gerste gleichdarauf. Zu Haber wird auch nur einmal geackert,so wie auch zu Bohnen; die letztem hackt mannicht. Ein gewisser Payne in Warth, verfährtaber klüger dabey; denn er pflügt das Feld nicht nurdreymal, sondern eget und walzet es auch so lange,bis es ganz klar wird, säet alsdann die Bohnen zuAnfang des Märzes mit dem Säepfluge, läßt das
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