Band 
Vierter Theil.
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174 Sieben urrd zwanzigster Brief. Moreton.

führen, zwey Fuß tief und offen seyn, und einen sol-chen Abfall haben, daß das Wasser nicht darin»bleibt. Die Rinnen, welche das Waffer herbey brin-gen, müssen höher als diese Gräben liegen, undnicht weiter als zwanzig Fuß von einander seyn.An den Stellen, wo das Zugvieh gehen muß, undwo keineAbzugsgräben geführt sind, legt er Steine,um den Weg desto fester zu machen. Hier wächstdas beste Gras, welches seiner Meynung nach da-her rührt, weil die Steine das Wasser im Som-mer erwärmen, hierin hat er aber unrecht; es rührtvielmehr daher, weil dieser sumpfigte Boden dadurchmehr Festigkeit erhält, welches noch mehr ausrich-tet als die Abzugsgräben, und ein Beweis ist, daßdas Walzen mit sehr schweren Walzen, die größteWirkung auf diese Art von Boden hervorbringenwürde. Der Vortheil von diesen Steinen ist sogroß, daß er gerne den ganzen sumpfigen Acker aufdiese Weise mit Steinen belegen möchte, weil dießden Boden ungemein verbessern würde. Durch dieseAnstalten hat er seinen Sumpf, der vorhin gar nichtswerth war, so weit gebracht, daß er obige ansehn-liche Nutzung giebt.

Kicsigten sandigten Boden, der drittehalb bisfünf Schill. galt, hat er so verbessert, daß er jetztdreyßig Schilling werth ist. Er fängt um Allerhei-ligen Tag an zu wässern, nimmt sich aber in Achtdie Wiesen nie ganz zu überströmen, sondern ihnenimmer ihr grünes Ansehen zu lassen, wenn gleichWasser darauf steht. So wie es darauf läuft, soläuft es auch wieder ab, je hurtiger je besser. Her-nach läßt er sie drey Wochen trocken liegen, wässertalsdann wieder vierzehn Tage, und wechselt damitbis zu Lichtmesse ab, da dir Schafe eine Woche lang

darauf