Band 
Vierter Theil.
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Sieben und zwanzigster Brief. Moreton. 175

darauf getrieben werden. Um Marientag wässrter drey Tage, läßt die Wiese eine Woche trocken,nach deren Verlauf wird noch einmal Wasser nurvier und zwanzig Stunden darauf gelassen. Nachdem i.May wird nicht mehr gewässert, eö müßtedenn sehr trockne Witterung einfallen, in welchemFalle im May Monat dann und wann ein wenig ge-wässert wird.

Nunmehr wachst das Gras zum Heumachen.Insgemein giebt der Acker zwey bis drey Tonnen(zwanzig Centncr.) Wenn das Heu abgebracht ist,so wässert er zwey Tage, und hernach hütet er seineKühe darauf. Er hat angemerkt, und in der gan-zen Gegend hat man dieselbe Erfahrung gemacht,daß sich die Schafe auf den gewässerten Wiesen, manmag sie gleich nach der Wässerung, oder zu welcherZeit man will im Frühling darauf treiben, niemalsfaul fressen: daß dieses aber bey dem zweyten Gras-wuchs ohnfchlbar geschieht, bis die Herbstwässerungvorbey ist, hernach hat man nichts zu besorgen. Sietreiben ihre Schafe bis zum ersten May darauf, wäh-rend welcher Zeit sich die Schafe ihrer Meynungnach, unfehlbar faul fressen würden, wenn die Wie-sen nicht gewässert wären. Eben so behaupten sieauch, daß die schlechte Trift, wo das Schafviehsich dieses Uebel am ersten zuzieht, durch bloßesWässern davon gebessert wird.

Die Pachtung dieses Mannes besteht aus vier-und vierzig Ackern, darunter achtzehn Acker gewäs-serte Wiesen, acht und zwanzig Acker Triften fürdie Kühe, achtehalb Acker Weizen, vierzehn Gerste,achtchalb Klee. Unter diesem Pfluglande sind sech-zehn Acker, die er eingezäunt und urbar gemacht, undguten Nutzen davon verspürt hat. Er säet auf sol-chen