204 Acht und zwanzigster Brief. Mikbour».
Dieß ist der ganze Nutzen der Schäfereyen. Esist nicht nöthig, erst lange zu berechnen, wasdasLandeinbringen würde, wenn es geackert und nach einerguten Folge von Bestellungen eingerichtet würde.Wer nur die geringste Kenntniß von der Fcldwirth-schast hat, muß einsehen, daß alsdenn ein weit grös-serer Nutzen herauskommen würde. Ich berechnetedie Ausgaben und den Ertrag des jetzigen Pfluglan-des des Herrn Pleydell, und cö kam eine reine jähr-liche Nutzung von zwölf Schill. drey Pfennige vonjedem Acker heraus. So schlecht die hiesige Ein-richtung der Folge von den Feldbestellungen auch ist,so bringt sie also doch noch vier Mal so viel ein, alsdie elende Nutzung des Bodens durch die Schä-ferey.
Die einzige Ursache, warum die Schafnutzunghier so gar gering ist, rührt vom Mangel der Rübenher. Mich wundert, daß noch einiger Vortheil übrigbleibt, weil das grüne Futter im Winter völlig fehlt.
Ich habe noch über eine andere Schäfcrcy zuMilbourn von tausend Stück einen Nutzungsan-schlag verfertigt, wo gar nur ein Ueberschuß vonzehn Pfund Sterling bleibt. Wollte man alleSchäfereyen in dieser Provinz berechnen, so würdesich zwar ein Unterschied in der Nutzung zeigen, eswürde sich aber aus allen der Schluß ziehen lassen,daß hier durch die Schäfereyen jährlich große Sum-men eingebüßt werden. Wenn Pachter aus Nor-folk in diese Gegend versetzt würden, so könnten sieeinen zehnfach größer» Vortheil, als die hiesigen ausdem Boden ziehen.
Herr Pleydell, hat dieGegend um Milbourn mitvielem Geschmack verschönert. Um dem Hause herumverbreiten sich grüne Wildbahnen über die Hügel,
und