-Z4 Neun und zwanzigster Brief. Henlabe.
über zwanzig Schilling werth, weil sie nicht auflo-ckern oder gäten.
Wenn sie ein Feld düngen wollen, so arbeiten siedasVorende mit Mist, oder mit Kalk durch, undstreuen diese Mischung auf den Acker. Einige men-gen auch Scifcnstederasche, Erde und Mist untereinander, doch geschieht dieß nur selten für Getrei-desaat, sondern meistens auf Triften und Wiesen,diese Düngung hält drey Jahre auf dem Acker, undsechs Jahre auf Grasland aus.
Gutes Grasland wird zu zwanzig bis vierzigSchilling verpachtet, und in der Nähe von Tauntonnoch höher. Weil das Getreide in Sommerfetshiretheurer als in andern Gegenden Englands ist, so er-kundigte ich mich, ob dieß nicht manche bewcgete Gras-länder umzupflügen. Ich erhielte zur Antwort,dieß wäre was Unerhörtes; eö würden vielmehr nochimmer mehrere Grasländer angelegt. Mit einemAcker gutes Grasland kann man einen Ochsen vonsiebenhundert Pfund mästen; eine Kuh braucht aberfünf Viertel. Eine gute Kuh giebt sechs PfundButter die Woche, und täglich vier-und zwanzig Kan-nen Milch, sie wird aussieben Pfund genutzt, abernur zu fünfe verpachtet. Im Winter bekommen sieHeu und Stroh. Man rechnet auf zwölf Kühe,das Stroh von zwölf Ackern, und zwanzig Ton-nen Heu. Sie halten solche den Winter über imFelde.
Man mästet in dieser Gegend viel Rindvieh; sowohl noch nicht trächtig gewesene Kühe, als selbstgezogne Ochsen. Man kauft sie um Lichtmesie umdrey bis fünf Pfund Sterling, stellt sie gleich mitHeu auf; bis sie ins Gras getrieben werden können,und verkauft sie im Herbst fett für acht Pfund Ster-