Neun und zwanzigster Drkef. Henlade. sz;
ling. Man rechnet, daß ein Ochse wöchentlich fürzwey Schilling Gras frißt.
Die Schäfereyen sind klein; die Pachter haltenzwanzig bis hundert Stück, und pferchen selten da-mit. Sie rechnen sieben bis zehn Schilling Nu-tzung aufs Stück. Wenn sie Schafmütter durch-wintern, so ist der Profit zwölf bis dreizehn Schil-ling. Einige kaufen Schafe aus Devonshire ohneHörner, welche, wie man glaubt, mehr fressen,aber nach Proportion keinen größer» Nutzen geben.Außer der Trift bekommen sie im Winter Rübenund Heu.
Auf fünfzig Acker Pflugland rechnet man hiersechse, manche auch nur vier Ochsen und zwey Pfer-de. Sie spannen vier Ochsen und ein Pferd in denPflug. Wenn das Feld zum ersten Mal gepflügtwird, sechs Ochsen. Der Unterschied des Vor-theils, wenn man mit Ochsen oder Pferden wirth-schaftet, besteht blos darinn, daß der Werth desOchsen sich vermehrt und der vom Pferde vermin-dert. In Ansehung des Futters ist es einerley, weilsie den Pferden keinen Haber geben. Hingegen rech-nen sie, daß der Ochse, so lange sie ihn im Pflugetreiben, jährlich um fünfzig Schilling mehr werthwird. Vom Häckerlingschneiden wissen sie nichts,und die Spreu wird alle sehr weislich in den Mistgeworfen.
Zur Bestreitung eines Pachts, wird dessenSumme dreyfach erfordert. Die Güter werden hierauf sieben bis ein und zwanzig Jahre verpachtet.Die Armcntape beträgt zehn Pfennige vom PfundSterling, und wird von den Besitzern der Güterentrichtet, welches schlimme Folgen hat. Denn dadie Pachter solche austheilen, so bekümmern sie sich