Neun und zwanzigster Brief. Henkabe. 24k
schicken; daß Ackerpferde und Zugochsen, auch inschwerer Arbeit sehr gut bey der bloßen Lucerne be-stehen können, und endlich daß sie bey späten Früh-jahren von größrer Erheblichkeit ist, weil man da,durch verhüten kann, daß die Wiesen im Frühlingnicht behütet werden dürfen.
E s p a r c e t t e.
5ter Versuch.
Der erste Versuch mit diesem Grase, ward aufeiner Breite von fünfrehalb Ackern in einem steinigtenBoden auf einem Kalkgrunde gemacht, der obnge,fähr fünf Schilling werth war. Der Scheffel ko-stete vier Schilling sieben Pfennige. Die zugleichmit gcsäcte Gerste gerielh sehr gut, dafür war dieEsparcette aber auch desto schlechter. Wo keine Gerstedarunter gesäet war, da ward das Feld im erstenSommer 1767 mit großen Kosten gegätct, welches,wie Herr Anderdon sich selbst ausdrückte, ein zwey-tes Exempel ist, daß ich zu voreilig gewesen bin, dasLand zu einer künstlichen Wiese zu machen, anstattdaß ich es zuvor noch ein Paar Mal hätte mit sol-chen Feldfrüchten besäen sollen, die den Boden ver-bessern, und das Unkraut zugleich tilgen. DieEsparcette ward im April auf verschiedene Weisegesäet:
i) Breit mit der Gerste zugleich.
r) In Zeilen, in doppelten einen Fuß weitenReihen, mit Zwischenräumen von drittehalbFuß.
Z) I» Zeilen auf breit gesäeter Gerste, die Rei-hen wie Num. r.
4) In gleich weiten Reihen neuntehalb Zoll voneinander ohne Gerste.
5) Breit über das Feld ohne Gerste.
»V-Banv. Q
Weil