-44 Neun und zwanzigster Brief. Henlade-
mit Rüben ungedüngt besäet hatte, mit Bibernelle,theils in Zeilen, theils breit gesäet. Die Biber-uclle ward den 29. August geschnitten, und so wohlden Ochsen als Kühen mit weißen Mangold gegeben.Einige zogen diesen, andre jene vor. Den 14. Octo-ber ward sie noch einmal geschnitten, und stand bes-ser in der Blüthe als die Lucerne, welche an eben demTage geschnitten war, und jetzt auch wieder geschnit-ten wurde.
Die Kühe fraßen sie ziemlich gerne, aber ein«Stute fraß sie sehr hitzig, und zog diese gesäete Bi-bernelle einigen wild gewachsenen Pflanzen, die ei-nen stärker» Gewürzgeruch hatten, vor. Den fol-genden Tag aber war der Appetit gestillet, und siefraß nunmehr die Lucerne lieber. In der Mitte desDecembers ward die Bibernelle noch einmal ge-schnitten.
Im Februar 1767. ward sie drey Zoll hoch ab-geschnitten, zu Ende des Monats mit Ferkeln abge-tütet, den 17. Merz fünf Zoll hoch; und denr r. April eben so hoch zum dritten Mal abgeschnit-ten. Den 9. May zum vierten Mal sieben bis achtZoll hoch; den 9. Iunius zum fünften Mal zwölfZoll, einige Stiele achtzehn bis zwanzig Zoll hoch;den 6. Iul. zum sechsten Mal acht bis neun Zollhoch; den 5. August zum siebenten Mal zwölf Zollhoch; den 16. Sept. zum achten Mal zwölf Zollhoch; den 29. Sept. war sie schon wieder siebenZoll hoch.
Das häufige Abschneiden beweiset den ungemei-nen Ertrag dieser Pflanze in gutem Boden. Denr6.Januar 1767. fand HerrAnderdon, daß die Bi-bernelle in einem guten Felde, wo sie in der Mittedes Decembers abgeschnitten war, schon wieder drey
bis