Neun und zwanzigster Brief. Henlade- -45
bis'fünf Zoll hoch stand, und eine gute Trift fürSchafe abgab, ob man gleich während der Zeit vielFrost und Schnee gehabt hatte, wodurch Kraut,Brocoli und ander Gartengewächse erfroren waren.
Im May 1768. ward eine einzige Wurzel, wel-che von ohngefähr auf einem Beete breitgesäeter Lu-cerne aufgegangen war, abgeschnitten. Sie hatteachthundert und sicbenzig Schößlinge, welche einPfund vier Unzen grünes Futter gaben.
Den 24. April war die Bibernelle, welche denzo. Januar geschnitten worden, wieder fünfzehnbis sechzehn Zoll lang und in viel frischem Wachs-thum, als die übrigen, welche man damals nicht ab-geschnitten hatte, woraus erhellet, daß diese Pflanzeim Frühjahr zeitig abgehütet werden muß.
Wenn man die Längen, welche die Esparcette beyjedesmaligem Schneiden gehabt, zusammen addirt, sokommt sechs Fuß und drey Zoll heraus; ein Wuchs,der zwar ganz ansehnlich ist, aber der Lucerne dochnicht gleich kommt. Inzwischen erhellet doch ausdes Herrn Anderdone Erfahrungen, daß diesePflanze in einem starken Winter fortwächst; einesolche Pflanze kann also in vielen wichtigen Fällensehr brauchbar werden, zumal da das Vieh solchesrißt, wie das hiesige gethan hat.
7ter Versuch.
Im May wurden vier und funfzigRuthen Landmit Bibernelle bestellt. Drey Reihen säete mandrey Fuß; und neun Reihen nur acht Zoll weit voneinander, das Uebrige breit. Der Boden war kley-artig, und hatte einen Kalkgrund. In dem wirth-schaftlichen Tagebuch von 1768. war dazu geschrie-ben. „Diese Bibernelle wächst frisch, zumal in ci-
Q z „nem