256 Neun und zwanzigster Brief. Henlade-
und Ertrag hernach auf einem' ganzen Acker, s»kommt auf dem in Zeilen gesäeten neunzehn Schill.drey Pfennige und auf dem breit gesäeten nur zweySchill. weil mehr Kosten und Samen darauf gegan-gen waren.
Man hat bisher noch sehr wenige Versuche an-gestellt, den Haber in Zeilen zu säen, weil mandurchgängig glaubt, -aß kein Vortheil dabey sey.Aus obigen erhellet aber, daß auf manchen Bodender Ertrag so wohl als der Profit nach Abzug derKosten ansehnlicher ist, als wenn solcher breit besäetwird. Setzt man hinzu, daß das Land durch dieeine Methode vom Unkraut gereinigt wird, unddurch die andere das Gegentheil geschieht, so finddie Vortheile bey diesem Versuch sehr beträchtlich.
Bohnen in Zeilen.
-zster Versuch.
Der Boden war ein fetter, rother Leim, beynahekleyartig. Den r z. Merz l 767. wurde ein DrittelAcker nach der alten hiesigen Art ohne Ordnung,neben einander mit Pferdebohnen bepflanzt. Dar-neben säete man ein Drittel in einen Fuß weitenReihen mit Zwischenräumen von drittchalb Fuß.
Herr Anderdon merkt an, daß sie zu dünne undzu tief gesäct waren. Sie wurden zwey Mal mitder Handhacke aufgelockert. Den 26. Iunius wa-ren die gepflanzten höher als die gesäeten. Bey an-gestellter Untersuchung fand sich aber den 25. Iul.daß die breit gepflanzten nur zwey bis drey Hülsenan jedem Stiel, die in Zeilen aber zehn bis zwölfe,ja manche gar zwanzig hatten, an einem Paarewurden g w zwey und dreyßig und fünf und vierziggute Hülsen gezählt. Die gepflanzten wurden den
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