Band 
Vierter Theil.
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Neun und fünfzigster Brief.

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auf schwerem Boden länger dauert als auf leichtem,kann man sich leicht vorstellen. Man weiß, daß Ho-fcmist auf schwerem Ziegclleimboden ebenfalls amlängsten dauert.

Es ist erstaunlich, wie theuer man den Mergelan manchen Orten bezahlt. Um Parmouth kostetein einspänniges Fuder sieben Schill. vier Pfennige.Um Colchestcr kostet ein vierspänniges Fuder siebenSchill neun Pfcnn. man holt ihn zehn Meilen weitvon Kent, und sieben solcher Fuder gehen auf jedenAcker. Dieß ist etwas Gewöhnliches bey den Pach-tern, und sie würden es gewiß nicht thun, wenn sievon der fruchtbarmachcnden Kraft des Mergelsnicht vollkommen überzeugt wären. Die Gewohn-heit in Warham, mehrmal hinter einander das Feldmit Mergel zu düngen, ist sehr Vortheilhaft. Siehaben es schon drey Mal mit gutem Erfolg versucht.

Ich habe noch nicht gefunden, daß jemand dieProbe gemacht, den Mergel, wenn er sich unterder Oberfläche hinab gesenkt hat, durch tiefes Pflü-gen wieder herauf zu bringen. Daß der Mergelseine gemeinen Eigenschaften nicht verliert, weiß ichdurch einen Versuch des Herrn Arbuthnot, der ihnsechzehn Zoll tief hcraufgepflügt hat. Er brausteauf, fiel aber im Wasser nicht zu Grunde. Eswürde vermuthlich gute Wirkungen thun, aber dievermehrte Quantität locker gemachter Erde, würdenachProportion eine stärkereDüngung verlangen,wieich in einem meiner vorigen Briefe, bey Gelegenheitdes tiefen Pflügenö bereits angemerkt habe. Esbleibt also noch immer die Frage unentschieden, ob«s vortheilhaft ist, den Mergel um der Düngungwillen heraus zu pflügen?

Muschel-