zur allgemeinen Scheidekunst. §.19. 17
annehmen, und daher den abzusondernden fahren las-sen. So wird für den ersten Fall ein feuchter Kör-per an bereust trocken, indem die Feuchtigkeit vonder Luft aufgenommen und durch einen beitretendenAntheil Warme zu Dünsten ausgedehnt wird, wieverstärkte Wärme allein auch, durch ihre Verbin-dung mit fester anhangendem Wasser und andernfließenden Stoffen, selbige Körpern entziehen kann.Eben so verbindet sich in Salpetersäure aufgelösetesSilber, wenn man Salzsäure zugießt, mit dieserund fällt mit ihr vereinigt nieder; thut man zu dergedachten Silberaufiöfung aber ein Laugensalz hinzu,so verbindet sich die Salpetersäure mit demselben undläßt das Silber fallen, sodann, nach Beschaffen-heit fremdartiger, bei dem Laugensalze befindlicher,Theile, mit selbigen sich verbindet und die (§. 8.)erwähnte Scheidung der Säure aus dem Salpetererfolgt auch, indem sich das Laugensalz desselben lie-ber mit der zugegossenen Vitriolsaure verbindet, die-ser Verbindung aber die Salpetersäure nicht mehr sofest anhänget, welches also Beispiele für den zweitenFall wären.
§. 19.
Wenn ein Bestandtheil gedachtermaaßen (§.18.)durch die Verbindung mit einem andern Stoffe abge-sondert wird, so ist die Vereinigung, welche er mitdemselben eingeht, oft so schwach, daß schon die Be-rührung eines mit eben demselben, in geringeremVerhältnisse, versehenen Körpers ihm denselben wie-der entziehen kann. Dies ist der Fall bei der Ab-
B sonde-