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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
Entstehung
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lfinen: Dieses lasse ich nun entweder offen, oder mache es vollends zu, nachdem dieArbeit solches erfordert: Will ich solches vollends versiegeln, so darff man nur ver-mittelst einer Löch-Röhre dieses Maß vollends zuschmeißen: wobey dann noch zu ol».lsrviren ist, daß ich das Glaß allmählich mit dem dabey liegenden Qer muß erkaltenlassen, damit es nicht zerspringe. Eine weit bessere Manier ist es, wenn ich ein accu-rates Stück Glaß nehme, so just die Runde des Masses hat, welches ich sigillire»will, und lege solches auf die Oeffnung des Glases und tractire es nach obiger Ma-nier mit dem Schmeißen, so wird sich solches, als einKnopffdaraufanschmeltzen, oderich kan solches mit einem Löth-Röhrgen, beym Lampen-Feuer, mit calcinirten Bo-rax, zuschmeißen.

Man braucht auch wohl nur des Dippelü Lutum hierzu; andere nehmen auch nurBlevweiß, Nuß und Oehl-Virniß: Der Ruß befördert in dieser Klixüon die Tro-cknung; Andere nehmen hierzu das sogenannte L.rilum lapiemire, so aus ColophoniLzij,(>rX Hss^kubric. kabril. Ziv bestehet, drücken solches, wenn es noch warm istin die Phiole, und machen es mir einem gluenden Eisen, durch Uberstreichung, glatt:Dieses Lumm findet aber nur bey Arbeiten statt, da nur digerirt wird: In grosserHitze zerfließet solches, fallt in die Materie und schlägt das Glaß entzwey.

Noch anders Arten hat man, da man nemlich einen Maß-Stöpsel, der sich justin die Phiole füget, solcher Phiole, oder einen andern Glase appliciret, und Hernachzuschmeißet, oder einen solchen Stöpsel oben her mit einer Massa beschmieret, welcheaus pulverisieren Borax, Mastix und ^ bestehet, und durch Hülffe einer Löth-Röh-re zuschmeißet, oder macht eineMasse aus 4. Theilen Glaß, 2. Theilen 8ucciai> i. TheilBorgers und wenigen ^ und proceäiret damit nach vorhergehender Methode; Oderman nimmt Lorax und Virrum hm, und machet dieses mit iVlucilgA. 'I'raZscsmki,zur l^ackz, und appliciret solche über dem Glaß-Stöpsel und schmeltzet es hernacherzu: Dieses wären also Die vornehmsten Luta, welche in der Chymie vorfallen.

8. IrilkrumLNta aÄivn 5eii lormalm stnd r

r. Die Lufft, welche zum Destilliren und Fermentiren erfordert wird;

2. Das Feuer, welches dreyerley ist, e. vorn Holh, Stein-Kohlen oder Torff:In Ekymia pkyüca braucht man auch das Lampen-/^, Sonne und Pferde-Mist;Öder:

IZms ist vel namralis, vel arresicislis : nsturalls ist die Sonnen-Hitze, welcheman gebraucht zum Digeriren, Calciniren s. §. des Vitriols, auch bey Schmelhungder Metallen durch Brerm-Spiegel: Das natürliche Feuer ist das allgemeine Phlo-giston, so in allen Cörpern, jedoch verschiedentlich, zu finden ist, wie solches daselectrische Feuer verificiret, und ist mir dem «cbere einerley: Durch dessen Concentri-rung erstaunlicheWürckungen geschehen. lAnisarcelictaiis beruhet in 2.Theilen, da es inkocenria ist als in allen brennend en Materien; dann beym lebendigenKalck,dabey, wennWasser darzu kommt, eine Erhizung causiretwird: oder bey dem Pferde-Mist; odersvnsten bey der ?ucrefgüion. Das Feuer ist wiedrum entweder seiner Würckunqoder feiner Stärcke nach zu considriren, da es, seiner Würckung nach, im verschlos-. B ft-