IOV4 ve Vino.
Lamducl pflegen sie zu aäälren, wenn der Wein Moseln oderwieMosel-Wein schmeckensoll: Man muß aber sehr bescheiden damit umgehen, Massen sonst die sonst starck - geflie-derre Weine, als welches manche auch mir ^ua steMlLw üorum Sümbuci verrichten,gar leichte den Kopff einnehmen und den Lrinckenden betäumeln; e) Bey sehr saurenund herben Weinen ackstlren einige etwas weniges und proporrlonlrr-maßiges vom 8s!ergrtLi-i, als wodurch sich ebenfalls etwas vom grob - weinstcinickken Wesen xroecipinretund der Wein also angenehm wird; k) Man kau auch mir dem Sxlrlru virü ven schlech-ten Weinen besonders helffen: Wer aber bey schon ausgegohrnen Weinen nicht rechtweiß mit umzugehen, der lasse es lieber unterweges, indem es sonsten gefährlich ist, daßsie davon auch gar leichte umschlagen oder verderben können; §) In Bremen haben sieeinen gewissen, von den Eanarlen -Znsuln kommenden, Wein, den sie alldort Vläonis-Wein nennen: hiemit vermischen sie die jungen Rhein - Weine, als wodurch sie selbigemercklich verbessern, ja sie wissen alldorten, in Hamburg und Lübeck, zuförderst in Ham-burg und Bremen, auch blos damit, wenn sie schlechtere Weine auf gute Lager abziehenund einige Zeit liegen lassen, solche zu verbessern: Gleichwie sie aber alsdenn diese Wei-ne vor andere Sorten und weit theurer verkauffen, also heist dieses Künsteln schon einSchneiden oder Art von Betrug.
Die allerrühmlichste und rechtschaffene Künstelei) ist diese: wenn man aus ganh ge-ringen Land-Weinen oder doch aus schlechten Franh-Weinen edlere Weine machet, oderaber wenn man getrocknete Weinbeeren, ich meynegrosse R ssienen, nimmst, sie entwe-der mit schlechten Weinen oder auch öffters gar nur mitWasser intstriäiret, alsdenn nochetwas vom äpiriru vmi mit anzubringen we>ß und selbige zu einer neuen ^ermsnrsr onäckponlret, als aufweiche Weise nicht nur von grossen, sondern auch von kleinen Rosie-nen, von Zucker, von Johannisbeeren , Feigen und allerhand Früchten mehr, so man-cherley Weine, bloß durch die Kunst und gewisse Handgriffe, gemachet und proäuclretwerden, da dann dis tMd jenes VoAeradüe zur Lonfermenrari,n zugleich mit dienenkan: Viel tausend Anthale Ungarische Weine sind auf diese Weise gemachet wordenund werden auch noch immer gekünstelt, darunter viele gewiß recht äellcar und gesundsind; Und so werden auch viele tausend Vasser voll andere Weine erkünstelt und xroclu-clret, dabey diese Kunst immer so lange nur löblich und gut bleibet so lange ich nichtsBöses dazu employlre, recht gründlich damit weiß umzugehen, daß auch der Wein derMensblichen Gesundheit nicht schädlich sey, und so lange ich meinen Nechsten nicht wisifentlich auf eine oder andere Art damit betrüge. Ich habe, als ick in Wien war, michnicht wenig betrübet und zugleich geärgert, als ich sehen muste, daß man alldorten vorviele tausend Thaler werrh seyenden, zwar ebenfalls gemachten oder meliorirten, indessengewiß recht äellcaren und auch mit nichts schädliches versehenen Ungarischen Wein, rechtfreventlich und vorsätzlich, aus gewisser Leute Verurtheilung, aufm Marckte auszapffteund auf die Erde in den Rinn-Srein lausten ließ, also muthwilliger Weise ein solch köst-liches Geträncke verschüttete, damit kein Mensch etwas davon gemessen sollte, da es doch,wenn es aus andern Absichten und von Herrschaffclicher Macht ja wäre constsciret wor-den , wenigstens hatte können denen Armen oder denen Gefangenen ausgetheilet werden,um so vielmehr, da weder etwas ungesundes, noch etwas ungeschmackes oder sonstbedenckliches, geschweige gefährlich - oder schädliches, darinnen vorhanden war.
Ferner