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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
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k. V. De l^sAnc>Wner'aU,Ogp.XXV!II. Os 8 a 1 e 6 ommum. 142z

Ustret, dahero man solch Saltz so spott-wohlfeil machen kan, weil es von zweyen, sonstwegzuwerffenden, zu nichts zu gebrauchenden Uberbleibsalen , oder nichts kostenden In-Areäienrien verfertiget, also weiter nichts, als Feuer und etwas Arbeit, nebst einigen da-zu benöthigren Instrumenten und Gevässen, erfordert wird; Man kan auch gedachte Mut-ter- Lauge, wenn sie inlpisstrer wird,mit einem vlrriolischen Zusätze äestilliren und den8pirirum käles davon nutzen.

Die zweyte Art8zsts communis, unsers unter Handen habenden 8ubjeLU, istdemnach das 83! 6emmco, das von der Natur in trockener Gestalt tormirte Saltz: Eswird nicht allein 8al Q-mmae, sondern auch 8al kostils, 8al monrauum, 5alum, ja auch ial rupeum vel perroium geheissen :

g) 8a! Aemmse, velZemmeum, läl rupeum vel petroium, Edelgesteinlcht odersteinichr Saltz, weil es hart und compE durchsichtig, gläntzend, wie ein Lrystall oderweisser Stein ausstehet:

b) 8al mcmwuum Berg-Saltz, weil es aus grossen Bergen oder eigenen Saltz-Bergwercken kommet, und

c) 8al fo-^stls, gegraben Saltz, weil es allerdings gegraben wird: Im teutschenist der gebräuchlichste Nahme Stein-Saltz: allein es kan ebenfalls auch Berg-Saltz odergegraben Saltz genennet werden.

Es wird in Luropg an verschiedenen Orten, insonderheit inPohlen , in Spanienund zwar in Oralomen, hernach auch in Moscau, in Ealabrig, in Siebenbürgen undOber-Ungarn bey brnwzr, häuffrg und in recht grossen, erstaunenden Berg-Wercken an-getroffen : Das emtzige Saltz-Werck bey Lrakau inPohlen, nahe bey V/isIisrka, undLocstua, ist so groß , daß man sagt: Es wäre allein espsble, diegantze Welt noch aufviele tausend Jahre mit Saltz zu proviäiren , wie es denn der gelehrte Ungar ^LLwsmir unter die Wunder-Wercke der Welt gezehlet, nach seinem davon verfertigten lLpi-Arsmma:

8i re curs msner mirscula magna vistensti,

Ercäe, stupencka ribi Uoclms, Vielis^kg äabunt.

Eoncelsbrsnr olü keplem kckicgculZ munäiOÄavum snnumsret cum 8sls Lockna libi.

Es sind in selbigen ganhe Wohnungen, Capellen, Säulen, 8ratusn und Bilder dererHeiligen unter der Erden zu sehen und zwar alles theils von Saltz-Stein , theils aberauch von Skein-Saltz sechsten: Man schnitzet, drechselt Altäre, Crucifixe, Paternosterund allerhand davon; Die Natur selbst lormiret sehr curieule Lr/staUilätioaes undVorstei!uugen,davon ich verschiedenes in Cabineten gesehen.

Man bringst m Pohlsn Saltz-Stcine an den Tag , da einer ao.bis zo. Centnerschwer wiege: und siehe: man schon in Breslau auf dem dasigen sogenannten Saltz-Rin-ge ziemliche Stücke, wie Werck-Scücke groß liegen. Diese Saltz-Skeine sind nichtdurch und durch Saltz, sondern steinichr und saltzicht untereinander oder durchmenget:Es heissen ftlvige demnach, zum Unterscheide, nicht Stein-Saltz, sondern Saltz-Steine.Man treibt auch hiermit einen Handel uud bedienen sich solches Saltz-Steines die Schäferoder andere Land-Wirrhe, so grosse Viehzuchten haben, da sie nehmlich ziemliche Stü-cken davon in die Ställe legen oder aufhencken , damit das Vieh daran und davon nachBelieben lecken kan, weil es sieb länger hält als das Stein-Saltz.

-Fff)

Das