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Das reine 8g1 Aemm« aber hat nichts grob-steinichtes oder offenbahr inäistolu-bles bey sich, sondern ist durch und durch klinisch und im Wasser auflößbar. In Orslonien findet man nicht nurweisses, sondern auch röthliches, bläuliches und allerhandfarbichres : In Pohlen, Siebenbürgen und Ungarn aber gemeiniglich nur weiffeöundgrauliches.
In einigen Büchern stehet, es wäre in Arabien eine ganhe Stadt von solchen Häu-sern gebauet, die von puren Salhe waren und hiesse die Stadt Larkos. Weil ich nunnicht weiß, wie weit dergleichen wahr oder unwahr, als kan ichs auch weder bejahennoch verneinen, wiewohl es ziemlich fabul-hafftig klinget: In soferne aber etwas daranwäre, so ist meine Meynung, daß solche Häuser nicht vom Skein-Saltze, sondern vonSaltz-Steinen, wie ich vorhin gedacht, die nehmlich mehr steinichr als saltzicht sind, ge-bauet seyn müsten.
Wenn in denen Saltz-Bcrgwercken schöne, reine, cr/lksllinische, weisse Stücke an-getroffen werden, so verwahret man sie zum Verkaufs, als ordentlich 8al 6smmX livekoslile; Dagegen wird das unreine oder bröcklichre Stein-Saltz gemeiniglich von neuemfolviret, tilcrirek, und crMailiüret, folglich als Speise-oder Küchen-Saltz verhandeltund verbrauchet, we ches zwar nicht wieder M vorige so gar grosse, indessen doch aberaucheiniger maßen in grössere LrzUtallen, als etwa unsere Brunnen-Saltz-OMallün sind, an-fchiesset.
Endlich kommen wir zum 8gl fonrsnum oder Brunnen-Saltz, als der dritten 8pe-cie von 8^1« commum oder derjenigen 8orre, so von Natur in kornia lic^nicig unterder Erden angetroffen wird: Es nennen solches Salh einige auch 8sl puiesle oder 8alIgLulkre: allein der gebräuchlichstötNahme ist 82I sonrsnum , Brunnen-Saltz oder a-ber auch allhier in Teutschland 8al culingre, Küchen-Saltz : Ja, wenn in unsern Apo-thecken, in Büchern und Uecepren des 8slis communis gedacht wird, so versteht mankeine andere 8orrL hier zu Lande, als eben diese nur allein dadurch, ich sage in Teulsch-land oder in unsern Gegenden, dieweilen eben denen Teutschen kein ander Saltz söge»mein ist, als das Brunnen-Saltz.
Es wird von Natur als eine dünne 8o!mio lslis in gesaltzenen Quellen, unter derErde,angetroffen, jedoch mit dem Unterscheide:
1) Daß die Quellen in einem Lande mehr oder weniger gesalhen oder mehr reichervon Saltz, als in dem andern, folglich nicht alle einerley oder gleich viel Saltz-Haltenvfind;
2) Daß auch selbst das in denen Quellen enthaltene Salh nicht durchgehends ei-nerley, sondern in einem Lande starcker oder schwacher der Saltz-Kraffsnach, als in demandern, ist:
g ) Nach dem ersten Unterscheide ist z.'E. unsere Hallische 80 I.T oder Saktz-Quelle, (das Wort 8ols heisset so viel als 8olurio oder bedeutet nichts anders als ebendas Saltz-Wasser) eine von denen reichsten in Teutschland, wie denn ein Pfund vomHöllischen Saltz-Brunnen drey Unhen und dreyDrgckmas Saltz in sich hat, dagegenin manchem kaum ein halb Loth Saltz im gantzen Pfunde 8ole vorhanden- Demunge«acht ist
b) Nachdem zweyten Unterscheide, das Lüneburgische,und Harheburgische Saltz
und