Ape ,107
Vereinigungspunkt kommen; es ist also nöthig, die wei-ter von der Ape ab und gegen den Rand zu einfallendenStralen, welche die Deutlichkeit des Bildes stören wür-den, durch eine über das Glas gelegte Bedeckung oderBlendung abzuhalten, s. Blendung. Diese Blendunglast durch die in ihr befindliche runde Oefnung nur dieStralen um die Mitte des Glases durchfallen, und es istdie Frage, wie groß diese Apertur seyn dürfe, wenn dasBild die gehörige Deutlichkeit behalten soll.
Man sieht leicht, daß desto mehr Undeurlichkeitvermieden werde, je kleiner die Apertur ist; daß hingegeneine größere Apertur des ObjertivglaseS dem Bilde mehrHelligkeit gebe, weil sie aus jedem Punkte des betrach-teten Gegenstandes mehr Lichtstralen einfallen last, welcheauf der Netzhaut des Auges vereiniget, einen lebhaftemEindruck machen, daher das Auge jeden Punkt des Ge-genstandes starker empfindet, d. h. ein lebhafteres und hel-leres Bild siehet, als bey einer geringern Oefnung. Esist daher ein großer Vorzug der dioptrischen Werkzeuge,wenn sie eine weite Oefnung vertragen, d. i. wenn manauch die in einiger Entfernung von der Axe einfallendenStralen durchtasten darf, ohne daß dadurch die Abwei-chungen zu sehr vergrößert, und die Bilder undeutlichwerden.
Vor der Erfindung der achromatischen Fernrohrerichtete man sich in Absicht auf die Bestimmung der Aper-turen nach Huygens Theorie, welche in seiner Dioptrik(in Opuläulir poübumis. 170z. 4.) enthalten
und im Gmirh (Lehrbegrif der Optik, nach RästnersAusgabe S. 184 st-) analytisch ausgeführt ist. Huy-gens setzt dabey die Abweichung wegen der Kugelgestaltbeyseit, und betrachtet nur die ohnehin weit größere wegender Farbenzcrstreuung oder verschiedenen Brcchbarkeit.Heißt nlin die Brennweite des ObjeetivglaseS kst der Durch,mester der Apertur desselben b, und die Brennweite desAugenglases st so verhalt sich die Helligkeit des Bildes wie
, die von der Farbenzerstreuung herrührende Un-