Band 
Erster Theil von A bis Epo.
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geradehin für ausgemacht, sondern begnüge sich, sie zumuthmaßen.

Wenn aber auch Descarees die Sache selbst ausdes GneUius Handschriften entlehnt haben mag, so mußihm doch die Droptrik die erste öffentliche Bekanntmachungderselben verdanken, durch welche die Theorie dieser Wis-senschaft seit dem Jahre 1647 ganz neue und weit besserbestimmte Gründe erhalten hat.

Hypothesen über die Ursache der Brechung.

Deocarres gründet das angegebne Gesetz der Bre-chung nicht auf Versuche, sondern auf theoretische Betrach-tungen, welche zugleich eine Erklärung der Ursache dessel-ben enthalten sollen. Er nimmt Hiebey an, daß das Lichtdie dichtem Mittel leichter, als die dünnern, durchdrin-ge: den Grund hieven sucht er in der Structur dichterKörper, deren Zwischenräume freyer von Hindernissen (mi-nus Moli) seyn sollen, so wie etwa eine Kugel auf einerharten glatten Flache schneller rolle, als auf einem weichenTeppich. Wenn nun (Taf. IV. Fig. 72.) der Stoß desLichrs 8 6 auf die Oberstäche eines Lichtern Mittels -gütrist, in welchem er sich z. B. mit doppelt so viel Leichtig-keit fortpflanzen kan, so wird es ihm, wie einer Kugel,ergehen, die an der Fläche ^6 auf einmal eine doppelteGeschwindigkeit erlangt. Diese Kugel wird nun, um ei-nen init 86 gleichen Raum zu durchlaufen, oder wiederbis an den Umkreis des Cirkels 6^86 zu gelangen, nurdie Helfte der vorigen Zeit brauchen. Ihre vorige Bewe-gung durch 86 last last sich in die zwo Bewegungen durchI<6 und 66 zerlegen, deren letztere mit der brechendenFlache parallel lallst, lind also durch den Stoß derselbennicht verändert wird. Mit dieser Bewegung wird nun, inder Helfte der vorigen Zeit durch 86, nur 61 ) — ^66zurückgelegt. Daher muß der neue Weg der Kugel 6 6so beschaffen seyn, daß 61 ) ^ 6 6, oder kk — ^ K 8,d. i. daß sich die Sinus des Einfalls- und Brechungswin-kels, welches eben die Linien K8 und X kk sind, in unrge-Fehrte.'tt Verhältnisse der Geschwindigkeiten in beyden Mit-