Band 
Erster Theil von A bis Epo.
Seite
426
JPEG-Download
 

426

Bre

hinzu, sey die Brechung des Lichts ziemlich ähnlich. Erberuft sich auf die Beugung der Lichtstralen (s. Beugtmgl,wobey sich diejenigen Stralen krümmen, die am Randeeines Messers Vorbeygehen; krümmen sich diese, sagt er,so müssen sich auch die, die das Aresser selbst treffen, krün -men, noch ehe sie es erreichen; und eben so steht es m.tden Lichtstralen, welche auf Glas fallen. Die Brechunggeschieht also nicht im Einfallspunkte, sondern nach un)nach durch eine stetige Krümmung der Stralen, die zurrTheil in der Luft vorgeht, noch ehe sie das Glas erreiche,',zum Theil vielleicht noch im Glase, nachdem sie schon ndasselbe eingetreten sind, fortdauert. Er behauptet übri-gens blos, daß die Fortpflanzung des Lichts dem Fortgangeder Körper ähnlich sey, ohne sich auf die Natur des Licht;einzulassen, ngrura racliorum (urrum imr corpora neone) nikil omnino (iistmr.ins, 5eci trajeölorias corporumrra-jeötoriiz racliorum perlimiles lolummoelo llecerminans.

Man hat sich also Newtons Grundsätzen gemäßdas, was bey der Brechung vorgehet, so vorzustellen. EinLichtstral L b fällt, wie Taf. V. Fig. 74., schief auf Glas,das ihn stärker, als die Luft, anzieht. Sobald er an dieLinie ab kömmt, bey der die Wirkung des Glases auf ihnanfängt, ändert diese seine Richtung, wie die Schweredie Richtung geworfener Körper ändert; er beschreibt einekrumme Linie, die gegen das Glas zu hohl ist. Selbst iinGlase bleibt sein Weg noch so lang krummlinigt, biser in 6 kömmt, wo die Wirkung des äußern Mittels aufihn ganz aufhört, oder wo ihn blos Wirkungskreise desGlases von allen Seiten her umringen. Dann heben sichdie Anziehungen tzon allen Seiten auf, und er geht nunnach der Tangente der beschriebenen krummen Liniegeradlinigt fort, bis nach lbl, wo die Wirkungskreise desGlases von allsten her aufhören, und Wirkungskreise derLlift all ihre Stelle treten. Hier wird er starker nach derinnern Seite, als nach der äußern gezogen, und beschreibtaufs neue eine krumme Linie, deren Beschaffenheit der An-blick der Figur deutlich darstellt. Ist bey der Annäherungan die untere Glasfläche der Einfallswinkel x so groß, daß