Pflanzen «Historie. 15;
muß es demnach auch verstanden haben, wenner einen von Unkraut gänzlich verderbten Akerim Winter bey feuchtem Wetter so umstürzen lies,se, daß durch darauf folgende starke Winrerfröstejenem alles gebrannte Herzenleid angethan wur,de * Ein schönes Exempel zu zeigen, daß begie-rig und gerne Studierende die edle Landwirt,schast erlernen sollten, da fie dadurch den Ein-gang bey ein und andern des hohen LandsassigenAdels, und mit demselben die vortheilhaftesteerste Staffel ihres Glüks finden können.
§. 6 .
Nun wollen wir aber auch das Melsterstükder göttlichen Wetßheit betrachten und sehen, wiedieselbe die Einrichtung gemacht, daß die Winter,Witterung sowol zumTode des Gewürmes, unddes Unkrauts, als auch zum Leben der nüzlichenPflanzen dienlich seyn muß. Wir wissen alle,daß die erste HerbstReife unser Kohlkraut undObs erst recht schmakhaft, und die Trauben gutgekocht machen, daher wir iene Traubenbeissernennen. Aber viel kräftiger gehet es im scharfenWinter her. Was der Schlaf den Menschen ist,das ist unzäligen Gewächsen der Winter. ** Bey
K 5 jenen
* Siehe die oekonomische Nachrichten.
** Der Hagel in schwüle» SommerLagen nuzt auchunzaligmal mehr als er schadet; durch seine Zer>schmrlrung im Wasser, leistet er, was drrSalmiac
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