244 Oekonomische
§« 74 »
Wir erkennen nun überhaupt zum Landwirtschaftlichen Gebrauch, wie so gut und gesund eineFrülingsweide (bey guter Witterung) seyn müsseauf trokencm Grasboden, wo die eben gemeldtenahrhafte und heilsame Pfiänzlein wachsen, sowvlals an Wegen und Strassen, wie wir im erstenSpaziergang erfaren haben. Dagegen wir so-gleich bey den Pflanzen, die aus gewässerten Brüh-ten hervor sprossen, meistens von scharfen, äzernden, manchmal Hize erwekenden und stopfendenhören werden. Da aber diese erste Frülings»pflanzlein alle nidrig wachsen, und deswegen sowol als weil sie in Monatszeit verwelken, unterdie Senfe »licht können genommen werden.; soerflehet ein Landwirt hieraus, daß der Endzwekihrer Erschaffung mehr zu einer grünen Weideseye, als daß sie zum H'eumachen geschikt seynsollten.
§» 75 »
Die erste dieser an wasserreichen Wiesen wach,senden Pflanzen, ist die Lalcka paluliris, vomLslsrk o 8 ein plattes Körblein, dessen Figur dieBlumen haben, welche teutsch Dotterblumenheiffen, auf französisch ?opulscke, von kopuia-go, wie sie von andern lateinisch benannt wird,weil sie häufig unter dem kopulus Pappelbaumwachsen, der eben auch die Ufer kleiner Flüsse
liebet.