Pflanzen» Historie. 245
liebet. Das Ansehen dieser prangenden Früllngs,blume ist schöner als ihr Nuze. Die Blumen,knospen walten ehedessen einige vor Capern ein,machen, mit welchen ste aus, und inwendig eini,ge Aehnlichkeit haben : aber davor hat man Ur,fache iederman zu warnen. Denn die Pflanz,hat eine äzende und fast giftige Eigenschaft. DerLandwirt sollte sie auch deswegen ausrotten, weilste mir ihren breiten Blättern sehr um sich wu,chcrt, und das nüzliche Grast neben sich amWachstum hindert. Zu einem mechanischen Ge,brauch des Färbens möchte sie eher dienen, in,dem einige betrügerische Baurinnen die Blumenzur Färbung der blassen Aprilbutter sollen ge,braucht haben. Das ist eine merkwürdige Re,gul: fast alle Frülkngskräuter haben eine Eigen,schaft zum Gebrauch in der Färberey, weil ihreKeime fast zwey Drittel! vom Iar gleichsam ko,chen, und doch im Winter der Kälte wegen nichthervorbrechen können , indessen aber die Säfteihre innerliche Bewegung stets forttreiben müs,fen; gleichwie alles was lebt eine Bewegung ha,ben muß. Daher sind die Tugenden der erstenFrülingspflanzen noch am wenigsten entdekt.
§. 76.
Dergleichen ist unsere zweite Wasserbrühl,doch etwas mehr seltenePflanze, diePestilenzwurz,kcrallres, von keralo, einem Fuhrmannshut,
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