Pflanzen'Historie. 229
dieser in dem Herbst ausfällt, und mit den Stroh»men oft weggeführet, zugleich aber durch dieseRaffung ganz zuträglich zu seinem Bekleiden ein,gebeizt worden, so schlägt er sodann auch auf har,ten Boden, wohin der nachlassende Strohm ihnfallen lassen, ganz gern Wurzeln, und wächsetmunter fort. Man bekommt zwar auch diesenSaamen, wann man Stangen quer über einenkleinen Fluß leget, daß sie halb im Wasser seyn,und halb heraus gehen, da sich dann der Erlen,Saamr an solche Stangen anlegt, daß man ihnmit der Hand wegschöpfen kann. Aber das besteist, daß man die reife Erlenzäpflein um Martinisammle, wohl trocken werden lasse, hernach in ei,nen Sack fasse, und auf diesen klopfe, so fället derbraune kleine Saamen häufig heraus, welchenman im Frühjahr mit nassem Sand vermischet, ei,»e Weile weichen lässet, und hernach aussäet, ansolche Oerter, die genügsame Feuchtigkeit zum Er»lenwachs haben. * Gut wäre es, wann solcheAecker könnten zuvor aufgehackt werden, damitder Saame nicht im Rasen oder Moos ersticke,weil man aber im Frühjahr wegen der Nässe mitdem Umhacken nicht fortkommen kann,so haben ihneinige neben und auf die brüchichte unumgehackteFlecken häufig gestreuet, und eben so wohl eineII. Band. O erwünschte
* Sammlungen zur HaushaltungS,Kunst, Stuttgardt,174). erstes Stück ?. 4S-