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Pflanzen-Historie.
§.
Aus dem Begriff des Oberholzes können wirnun die mehreste Eigenschaften des Unterholzesuns vorstellen. * Nemlich es sind keine Baume,deren hohe Stamme, sondern (nebst kleinen Nutz,barkeiten) bloß ihr Holz zum Verbrennen gesuchtwird. Folglich ist ein zehrn - bis zwanzigjährigGewächs hierzu gut genug. Die Göttliche Gütehat deßwegen vorncmlich das Laubholz erschaffen,als welches vor dem Tangelholz die Eigenschaft hat,daß ein vom Saamen gewachsener junger Stamm,wann er umgehauen worden, wieder ausschläget,in schnell wüchfige Geschosse, die man Sommer-latten nennet, daher heißt man das Unter» oderBuschholz auch Schlag» oder lebendig Holz, weil,so oft es abgeschlagen wird, aus dem Rumpf mitlebhafter Kraft neue Geschosse hervor kommen, diein wenig Jahren zu mäßigen Stämmen werden,und wo man auch dieselbe zu menschlicher Noth-durft abermal abhauet, wiederum ein neues Holzgeben, und dieses, so oft als man will; dann eswerden nach und nach nicht nur immer neueHaupt»Stämme hergezogen, sondern die Würzenselbst schlagen aus, und geben dergleichen. Wannman also etliche Morgen als Unterholz oder als
Schlag»
* AufJnseln und Halb-Jnseln giebt es keine hohe Bau»nie, sondern nur Gebüsche und Unterholz. Hamburg.Magaz. 4. Band, 1. St. p. irr.