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Pflanzen «Historie. 22z

betragt. Also siehet man,daß Oberholz zu erziehen,wo nicht dem Besitzer, doch seinen Erben bald umden halben Theil nützlicher ist. In den Waldun»gen, die um mein Vaterland liegen, habe ich auchbisher sehr wenig Schlagholz angetroffen , wie»wohl ich gestehen muß, daß dieselben ungleichmehr aus Schwarz»oder Tange!, als aus Laub-Holz bestehen.

§. 20.

Das Gcbneidelholz muffen wir auch ken-nen lernen; Es halt die Mitte zwischen dem Ober-und Unterholz. Dann wie das letztere bis nahe zurErden abgehauen wird : also lässet man einenSchneitelbaum zu einem mäßigen Stamm wach,sen, daß weder das Vieh noch die Kinder seine Aestemehr erreichen können. Diese werden sodann eineSpanne von dem Stamm abgestutzt, im Frühjahroder Herbst. So bald schlage» eine Menge neuerAeste aus, daß die Bäume nach drey bis sechs Iah*ren wieder können geköpft werden, und dieses Wie,-erwachsen dauret sehr lange fort, daß man also«ine beständige aber etwas sparsame Holzmine hat,darbey es auch manch schöne Stange oder Gertenzu Nutzholz, zu Zäunen, Körbe machen, und der»^ gleichen giebt, welches ihre andere Nutzung ist.! Solche Schneitelbäum« werden dann an die Rän»der der Teiche und Flüsse, auch der Anger- undWasserbrühle gesetzt, und zwar anfänglich entwe,

der