Pflanzen-Historie. 6z
mögende Liebhaber lassen sich offt Obskern, auchandere Gewächssaamen, aus Indien sonderlichaus America bringen. Ist sokches, um ihreKraft recht gut beysammen zu behalten, inversie-^ gelten Gläsern geschehen, so ist der Saamen ver-stikl, und alle damit gehabte Mühe vergebens gc,j Wesen: glücklicher aber hat man den Zweck erlan,i get, wann solcher Samen entweder auch in auf,^ gehängten Sacken, oder in ausgehöhlten Kürbis,sen, oder in einem Geschirr mit Erde oder Sandbedeckt, und also vor der AuStrüknung bewahret,herausgeführet worden*.
§. Z o.
z) Wegen der Säenszeit hat man erfahren,daß da einige Baumsaamen, wann solche, nichtim Herbst bald vom Baum her, in die Erde kom,men, sie sodann ein ganz Jahr in der Erde liegen,bis sie aufgehen; ferner auch, daß die manchma,lige Frühlings, und Sommertrükne dem Wachs,thum der zarten Keime vom Kern und Steinobssehr entgegen stehe; dann auch der Frühlingofft so beschaffen, daß man so früh nicht alle,
^ zeit in Boden kommen könne; so seye am besten,
^ wann man das Säen der Kernschule tm spaten' Herbst veranstalte, und solches etwas dichter als^ im Frühling, weil freylich wegen derer Mäusezu besorgen, daß den Winter durch mancher Kern
eher
* Müllers Särtnerirricon.