Pflanzen Historie. 65
die grössere Kern von Steinobs und Nüssen, tief-fer und weiter von einander kommen, als dasKernobe. Auch im Herbst kan aller Saamcntieffer untergehackt zu werden leyden als im Früh,ling: hingegen bey leztgedachter Jahrszeit ist nö,thig, daß der Boden nach dem Säen gefülltoder getretten werde, und das Unterbringen dssSaamens auch bey etwas feuchterem Boden ae,schehe: beydes darum, damit die Austruckung desBodens, welche zu dieser Jahrszeit gewöhnlich,verhütet; und die Keimung derer Saamen beför,dert werde. Endlich muß man in acht nehmen,daß man bey solcher Saat, zumal bey Legung de-rer Castanien und Nüssen kein einiges Stuck aufdem Bette liegen lasse, sonst finden es die Mäu-se, und spühren dem unter der Erden auch so sieis-, sig nach, als wann sie das Argumentiren ver-stünden.
! §. z i.
4) Wann die Saat vor dem Winter geschehen,so siehet man wie oben gemeldt im April oderMayen dem Hervorkeimen desselben entgegen.Bey einigen zwar vergebens. Sonderlich beydenen woraus die Hecken erzogen werden, ob siegleich ganz wilde Stauden seyn *. Das Gesas»te aber von Kern - und Steinobs kommt insge,mein bald hervor, und die Keime tragen auf ih-lil. Theil. E reu
* Leipj. Sainml. vm. Band, ?. 545.