68 Oeconomische
Haltung der Blätter gesehen/ weil sie zum Wachs-thum des ganzen Bäumleins auch das Ihre bey-tragen. Demnach sind die Feinde derselben best-möglich zu verjagen/ als die Schnecken und Rau-pen mit ihrer früh und spaten Aufsuchung; dieBlutfincken/ so die Knospen abbiken/mit verjagen;die Ameisen mit Honigsiaschen / und mit Stampf-fung der Zwischenerde, sonderlich in den Weegen;das Ungeziefer mit Besprengung des von Toback-stielen oder Blattern gekochten Wassers *. Beysolcher Wartung wachsen die Baumleln der Kern-schule das erste Jahr wie kleine Spißruthen/ undkommen das andere zu einer Länge von zwey Elen;die Nebengeschoß werden vor dem zweyten Jahrnicht weggenommen/ wo nicht derselbigen zu vielseyn; auch die Gipfel nicht beschnitten.
§. ;r.
5) Nun geht es zu der Verpflanzung dieserKernschule. Die geschicht im Herbst des zweytenoder im Frühling des dritten Jahres, oder wie esdie Zeit/ vom Säen an gerechnet, gibt. Nemlichwann sich sodann junge Bäumlein zeigen, die ei-nen starken Finger dick, so nimmt man diese mit
ei-
* Wann die junge Baumlein anfangen gelb zu werden,und absterben, so werben manchmal ihre Würzenvon denen Engerwürmen verzehrt, von denen schonöffterS Meldung geschehen: dawider ist daS besteMittel, wann es die Iahrszeit zu lastet, das Ver-setzen in reine Erde.