Pflanzen. Historie. 117
Seh ich sie denn als Thränen an:
So beucht mich, daß man schließen kan,(Indem man, daß sie süß sind schmecket)
Daß man Lust, Trübsal, Freud, und Leyd,
In ihrer bittern Süßigkeit,
Und Lust und Last in ihrem Stand entdecket *.Nicht weniger schreibet er auch dieses Gut von derKaysercrone:
Auf dieser Blumencronen Spizen,
Sieht man ein Büschelgraß nicht ohne Deu-tung sizen
Ach dachten doch die Großen dieser Erde,
Bey dieser Blum' an ihre Flüchtigkeit.
Und daß auch Graß nach kurzer Zeit,
Gecrönte Häupter decken werde **.
§. Z9.
Die Arten der Kaysercronen sind nicht viel,über ein duzend. Die mit rothen oder mit Gold-und Pomeranzenfarb gestreiften Blumen sind dieschönsten, auch die eine dreyfache Reyhe Blumentragen : ja es hat manche gegeben, die derselben
H z dreyßig
* Hr. von Hvhberg in Leor^ica curl-ik. I. B- p. 958.Lslubri ilocumenro lunr, lcsrers Iscbr^ln» etism
coronss.
Dann gibterauch dieses Oillidmm anbey dieser Blume:
Licieribus üorss inkienr, ur 66er-> Ismbsnt.kels-icio rerrs;, ros msur uncio venir.
* In liensli ILssiini Lsrminib. Venet. 17)). k^oüor.
L.. >. p. 59. ist auch eine schöne poetische Beschrei-bung der Kaysercrone.