^ Unbewußt dienen Leidenschaften nicht selten^ der Tugend, manche schöne That, ja. selbst man-, ^ che bleibende wohlthätige Einrichtung hat die^ Menschheit ihnen zu danken. Aber die Leideu-/ schaften Philipps waren nur verderbend. Wo erein Paradies zerstören konnte, da hat er es auch", zerstört, und soweit sein unseliger Einfluß reich-te, senkte sein schwarzes gallsüchtiges Tempera-ment stets Angst, Traurigkeit und Kummer inE die Herzen froher Menschen. — Seine grenzmlo-^ se Herrschsucht spornte ihn nie zu selbst eigenen^ großen Thaten an; sein übermenschlicher Stolz,E» ^ sogar durch den Ruhm seiner eigenen Feld-'E Herren beleidiget fand und über Siege trauerte,Mi- seine eigene Macht vergrößern sollten, war nieverbunden mit dem belohnenden, aufmunterndenGefühl des eigenen innern Werths. In seinem^ verborgenen Umgang mit Weibern erschien ihm dieEE riebe blos in der Gestalt des niedrigsten Bedürf-^ nisses; die reinern Freuden des Herzens blieben1^' ihm ewig unbekannt. Was er suchte, war grober^ physischer Genuß, dem höchsten- das geheimnißvol-ltl'f le Laster noch einen höhern Reiz für ihn ertheilenMi konnte. Die süße Wollust des Verzeihen- hat erb""' kein einzigesmal in seinem ganzen Leben gekostet,smß Sättigung glühender Rache war für ihn die höchste»dl« Götter-Freude. Die Religion, deren heilige Wei->" ü! he nie über ihn ausgesprochen ward, kannte er nurl>!» als eine leere, Geist und herzlose Germanien-Pup.t st' pe. In der sklavischen Verehrung ihrer Symbole,m der kalten Beobachtung ihrer Gebräuche bestand
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Buch
Ueber den Geist und die Folgen der Reformation besonders in Hinsicht der Entwickelung des Europäischen Staaten-Systems : Als ein Seitenstück zu der von dem National-Institut zu Paris vor einigen Jahren gekrönten Preisschrift des Herrn von Villers / Friedrich von Kerz ; Maximilian Prechtl
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