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Ueber den Geist und die Folgen der Reformation besonders in Hinsicht der Entwickelung des Europäischen Staaten-Systems : Als ein Seitenstück zu der von dem National-Institut zu Paris vor einigen Jahren gekrönten Preisschrift des Herrn von Villers / Friedrich von Kerz ; Maximilian Prechtl
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fen, Form und Gestalt gewinnenden Ganzen. Je-ner führt alles aus, was er entwirft; aber er ent-wirft nichts, was er nicht auch ausführen kann,und das Ende des thatenreichen Lebens steht inder strengsten Consequenz mit dessen Anfang. Die-ser hin. egen führt vieles aus, was er nicht entworfenhat, urd entwirft vieles, was er nicht auszufüh-ren vermag, und das Endeseiner Regierung istoft eine beissende Satyre aus ihren Anfang.

Als Friedrich II. den Preussischen Thron be-stieg , überfchauete sein Alles umfassender Geist al-le Verhältnisse der Europäischen Staaten. Erwog die Kräfte seines Reichs und entwarf seinenRegenten-Plan. Eine Umwandlung der bestehen-den Staats - Verhältnisse, die Gründung einesneuen und festen Systems der Politik und desGleichgewichts und eine sichere Garantie der Unab-hängigkeit aller Staaten, war das große Ziel wel-ches'zu-erreichen, er sich zu seiner ersten und größ-ten Regenten Pflicht machte. Aber dieser schöneZweck erforderte: die isolirten Kräfte der vielenkleinen zerstreuten Staaten in eine wirksamereMaße zu vereinigen, und eine bedeutende Machtan ihre Spitze zu stellen, welche durch ihre eigenerelative Stärke ihnen für immer zu einem erprob-ten, allgemein anerkannten und festen Stützungs-Punkt dienen könnte; kurz derselbe erforderte, daßPreussen unter allen Mindermächtigen Staa-ten bey weitem der mächtigste seyn sollte. Frie-drich ward demnach Eroberer und entriß Oester-reich eine seiner reichsten, größten und schönstenProvinzen.