Frömmeley der Maintenon entfernte den durchzwey Triumpfe schon bekannten Cantitat von derItalienischen Armee; eine andere winzige Hofintri-Lue rief den großen VillarS von dem Heere ausDeutschland/ und schickte ihn in die Cevennen »um einen Haufen aufrührischer, aber entschlossenerGedürgs-Bauren wieder zum Gehorsam zu brin-gen. Deutschland und Italien giengett jetzt fürLudwig verloren, zwey französische Armeen wurdenvernichtet, und eine beynahe ununterbrochene Rei-he von Unglücksfällen brach über Frankreich los.
Welchen traurigen, zurückschreckenden Con-trast bilden nun nicht die letzten Jahre von Lud-wigs Leben mit der so große Erwartungen erre-genden, und überhaupt so glänzenden ersten Hälf-te seiner Regierung? — Schon durch Colbert al-lein, dessen schöpferischer, alles umfassender unddurchdringender Geist so viele neue (Quellen desReichthums entdeckte, üffd durch dessen besonneneThätigkeit die ungeheuren National-Kräfte sich soschnell entwickelten, ward Frankreich unstreitig zurersten und furchtbarsten Macht in Europa erho-ben. Ackerbau, Industrie und Handel waren indem blühendsten Zustand, und aus dem Nichtswar eine Marine hervorgegangen, die vertheiltin den Häfen von Rochefort, Brest, Havre undDünkirchen nach und nach zu einer permanentenSeestärke von hundert zwanzig Kriegs - Schiffenund vier und siebcnzig Fregatten sollte erhobenwerden. Durch eine weise und überdachte Spar-samkeit des großen Ministers waren die Abgaben
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